European Public Health Week: Online-GÖG-Colloquium | Forschen mit Gesundheitsdaten - Perspektiven jenseits COVID-19

Beginn der Veranstaltung
17.05.2021 17:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
17.05.2021 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online-Veranstaltung via Zoom
Foto Louisa Stüwe
Foto Michael Hummer
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*** Die Veranstaltung findet im Rahmen der European Public Health Week - Joining forces for healthier populations - statt. ***

Louisa Stüwe, French Health Data Hub spricht zum Thema: Besserer Zugang zu Gesundheitsdaten für Forschung und Innovation im öffentlichen Interesse: Die Rolle des französischen Health Data Hubs

Louisa Stüwe stellt den Health Data Hub (HDH) vor, eine öffentliche Infrastruktur, die einen niederschwelligen, transparenten und sicheren Zugang zu Gesundheitsdaten in Frankreich bietet. Die Regierung gab den Startschuss zur Gründung des HDH im Jahr 2019 mit dem Ziel, system- und personenbezogene Gesundheitsdaten unter strikter Einhaltung der Bürgerrechte und der Datenschutzbestimmungen für Forschung im öffentlichen Interesse zur Verfügung zu stellen.

Der HDH ist mehr als ein bloßes Data Warehouse oder eine Infrastruktur: Er unterstützt Forschungsteams bei ihrer konkreten Arbeit, er koordiniert beispielsweise ein Netzwerk von Forscherinnen und Forschern und hilft diesen u. a. dabei, die benötigten Daten zu definieren. Er wird von einem Bürgerbeirat unterstützt und kommuniziert rezente Forschungsvorhaben aktiv an die Bevölkerung. Weiters hat der HDH den Auftrag, der Bevölkerung die Wichtigkeit und Bedeutung der Verwendung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke zu vermitteln.

Nicht zuletzt ist der HDH ein wichtiger Baustein des geplanten Europäischen Gesundheitsraums (EHDS) und hat eine zentrale Rolle in der nationalen COVID-19-Pandemiebewältigung.

Im Anschluss an den Vortrag resümiert Michael Hummer „Ein Jahr COVID-19-Datenplattform in Österreich – Learnings und Perspektiven“.

Die Datenplattform COVID-19 stellt im Auftrag des Gesundheitsministeriums seit Juni 2020 anonymisierte Daten für die wissenschaftliche Erforschung von SARS-CoV-2 und COVID-19 bereit. Der Vortrag beleuchtet die Erfahrungen und Learnings des ersten Jahres dieser Plattform, auch in Hinblick auf Perspektiven nach der Pandemie.

Louisa Stüwe, MPH, MPA ist internationaler „policy manager“ des französischen Health Data Hubs (HDH), wo sie u. a. nationale Ansprechpartnerin für den Europäischen Gesundheitsdatenraum EHDS und die Joint Action der EU-Mitgliedstaaten JA TEHDAS ist. Sie hat langjährige Erfahrung im Bereich digitale Gesundheit, Vernetzung und länderübergreifende Kooperationen im öffentlichen und privaten Sektor (z. B. AI4Health). Vor ihrer Arbeit für den HDH war sie für die WHO/PAHO, das französische Gesundheitsministerium und die Weltbank tätig. Ihr Studium „Public Administration and International Politics“ absolvierte sie an der Sciences Po Paris und an der Georgetown University, ihren Abschluss in Public Health machte sie an der französischen EHESP.

Dr. Michael Hummer ist Gesundheitsökonom an der Gesundheit Österreich GmbH in Wien. Sein Diplom- und Doktoratsstudium der Wirtschafts­wissenschaften mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie absolvierte er an der JKU Linz. Seine Forschungsschwerpunkte an der Gesundheit Österreich sind Gesundheitssystemplanung, Umsetzungs- und Entscheidungsunterstützung, Versorgungssystemforschung sowie Versorgungsökonomie. Seit April 2020 ist er Projektleiter der Datenplattform COVID-19.

Moderation
Mag.a Claudia Habl
Leitung Internationales und Beratung
Gesundheit Österreich GmbH

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und ersuchen um Online-Anmeldung bis 15. Mai 2021. Die Teilnahme ist kostenlos.