Referenzpreissysteme in Europa (2008)

Auf der Grundlage bestehender europäischer Referenzpreissysteme (RPS) werden Eckpfeiler zur Umsetzung eines RPS in Österreich herausgearbeitet. Der von den Trägern der öffentlichen Arzneimittelausgaben (Krankenkassen, nationale Gesundheitsdienste) festgelegte Referenzpreis (Erstattungsbetrag, Festbetrag) gilt für alle in einer Referenzgruppe zusammengefassten Medikamente. Liegen die Kosten eines abgegebenen Arzneimittels über dem Referenzpreis, muss der Patient / die Patientin die Differenz aufzahlen. Referenzgruppen werden etwa entsprechend der ATC-Klassifizierung der WHO gebildet (vgl. http://www.whocc.no/atcddd/). 

Aut-idem-Substitution, also die Abgabe von Alternativprodukten (z. B. Generika) im Zusammenhang mit einem Referenzpreissystem, zieht eine Reduktion der Arzneimittelausgaben bei einem relativ konstanten Konsum von Arzneimitteln nach sich (»aut idem« = »oder der-/dasselbe«, also wirkstoffident). Das Ausmaß der tatsächlich erzielbaren Einsparungen hängt von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab. Bei optimalen Bedingungen sind in Österreich Einsparungen in Höhe von rund 55 Millionen Euro in relativ kurzer Zeit möglich (ca. ein Jahr bis zur Implementierung des RPS).

Auftraggeber: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Herausgeber: ÖBIG Forschungs- und Planungsgesellschaft
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2008
Umfang: 160 Seiten und Anhang
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 2,00 MB

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Neu erschienen: Krankheitsausgabenrechnung 2008. Ergebnis: Gesamtausgaben im öffentlichen akutstationären Bereich für das Jahr 2008. mehrmehr


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