Frauen und Gesundheitseinrichtungen (2002)

Im Mittelpunkt des ersten Berichts der Reihe »Armutsbetroffene Frauen in Österreich« steht das Gesundheitshandeln von alleinerziehenden, sozial benachteiligten Frauen.

Ziel der Expertise war es, herauszufinden, inwieweit von Armut betroffene Frauen Gesundheitseinrichtungen nutzen, und Ursachen für etwaige Nutzungsbarrieren zu identifizieren. Besonderes Interesse galt dabei den alleinerziehenden Frauen, die keiner Erwerbsarbeit nachgehen können.

Das Ergebnis dieser Expertise bestätigt Aussagen aus der Literatur, dass sozial benachteiligte Frauen, insbesondere Alleinerzieherinnen, Gesundheitsleistungen in geringerem Maße in Anspruch nehmen als andere Frauen, sogar wenn das Angebot speziell auf sie abgestimmt ist.

Als Hauptnutzungsbarrieren wurden neben dem Bildungsstand primär knappe Zeitbudgets und ökonomische Faktoren identifiziert (»Gesundheit ist für mich Luxus«). Gleichzeitig spielen, vor allem auf dem Land, strukturelle Mängel (schlechte Erreichbarkeit, keine Wahlmöglichkeit) eine Rolle. Auch das soziale Umfeld (Herkunft, Sprache, Rollenverständnis) kann eine Hemmschwelle bedeuten.

Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Herausgeber: ÖBIG
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2002
ISBN: 3-85159-055-4
Umfang: 30 Seiten, 5 Tabellen bzw. Abbildungen
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 289,0 KB

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