Dieses Health Technology Assessment untersucht die Effektivität der verschiedenen Phosphatbinder bei chronisch niereninsuffizienten Menschen bzw. die Frage, wie deren Effizienz zu beurteilen ist.
Die Prävalenz chronisch niereninsuffizienter Menschen betrug 2006 in Deutschland 91.718 Menschen; 66.508 Patientinnen und Patienten wurden dialysiert. Die Tendenz ist deutlich steigend, weshalb der Fragestellung erhebliche gesundheitspolitische Bedeutung zukommt.
Auf Basis der aktuellen Datenlage zeichnet sich aus medizinischer Sicht eine gewisse Überlegenheit von Sevelamer gegenüber kalziumhaltigen Phosphatbindern ab. Die Aussagekraft des vorliegenden HTA-Berichtes ist allerdings erheblich eingeschränkt, und zwar aufgrund der limitierten Anzahl an vorhandenen Publikationen, der geringen Fallzahl der untersuchten Patientinnen und Patienten sowie der Tatsache, dass sich der Großteil der Arbeiten auf dieselben Patientenkollektive bezieht.
Prospektive, nicht industriell gesponserte Langzeitstudien mit adäquaten Fallzahlen und vergleichbaren Studiendesigns sind gefragt, um verbindliche Aussagen bezüglich der medizinischen Wirksamkeit und Sicherheit von Sevelamer bzw. Lanthankarbonat sowie entsprechende ökonomische Aussagen dazu treffen zu können.
Die Studie kann kostenlos auf der Website des DIMDI heruntergeladen werden.
ISSN: 1864-9645
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