Referenzpreissystem für die Schweiz

Auftraggeber: Bundesamt für Gesundheit der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Laufzeit: November 2016 bis Mai 2017
Ansprechperson GÖG:
Peter Schneider

Die Schweiz stellte Überlegungen zur Einführung eines Referenzpreissystems (Festbetragssystems) an. Bei einem Referenzpreissystem (Festbetragssystem) werden wirkstoffgleiche Arzneispezialitäten bis zu einem definierten Erstattungslimit von der öffentlichen Hand finanziert. Die Gesundheit Österreich Forschungs- und Planungs GmbH (GÖ FP) wurde vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweiz beauftragt, Varianten für die Ausgestaltung eines möglichen Referenzpreissystems zu entwickeln und deren Auswirkungen in Hinblick auf einen leistbaren und fairen Zugang zu analysieren.

Für die internationale Evidenz führte die GÖ FP in neun europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Österreich und Schweden) eine Fragenbogenermittlung bei den zuständigen Behörden sowie Interviews bei Stakeholdern durch. Für die quantitative Analyse wurden für die zwanzig ausgabenintensivsten Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen die Auswirkungen der untersuchten Modelle auf öffentliche und private Arzneimittelausgaben ermittelt. Aus den erhobenen Daten modellierte die GÖ FP verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten und untersuchte damit verbundene Einsparungspotenziale für öffentliche Zahler sowie finanzielle Belastungen für die Patienten und Patientinnen.

Die Analyse der Auswirkungen für die einzelnen Szenarien wurde in einem unveröffentlichten Bericht dem Auftraggeber zur Verfügung gestellt.

Weitere Maßnahmen zur Generikaförderung wie Generikasubstitution und Wirkstoffverordnung wirken förderlich, damit ein Referenzpreissystem Effizienzpotenziale ausschöpfen kann.