Männergesundheitsstrategie

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: Jänner 2019 bis voraussichtlich Dezember 2021
Ansprechperson GÖG: Claudia Habl

Männer sterben in Österreich nach wie vor knapp fünf Jahre früher als Frauen. Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, eine Alkohol- oder Drogensucht zu entwickeln, an Lungen- oder Darmkrebs zu erkranken, bei einem Unfall zu sterben oder wegen Stress zu erkranken, ist gegenüber Frauen erhöht. 
Aufgrund u. a. dieser Tatsachen wurde im letzten Regierungsprogramm die Stärkung von Gendermedizin beschlossen, und in der Folge im parlamentarischen Gleichbehandlungsausschuss das Fehlen einer Männergesundheitsstrategie (bei gleichzeitigem Bestehen eines Aktionsplans zur Frauengesundheit) moniert. Das Sozialministerium hat, auch im Lichte der WHO-Empfehlung zur Erarbeitung einer Männergesundheitsstrategie, den Startschuss für einen nationalen, mehrjährigen Strategieprozess gegeben. Dieser soll bereits vorhandene Umsetzungsstrategien, Maßnahmen und Prozesse berücksichtigen, um Synergien zu nutzen und Parallelstrategien zu vermeiden.

Das angestrebte Ziel ist die Erarbeitung einer Österreichischen Männergesundheitsstrategie mit einer noch zu definierenden Anzahl bereits bestehender und neu zu entwickelnder Aktivitäten von Institutionen und Programmen, die im Zusammenhang mit dem Wohlergehen und der Gesundheit von Männern (Buben und Burschen, Männer im erwerbsfähigen Alter und Senioren) stehen. 

Die Strategie soll entlang den Hauptthemen 

  • physische Gesundheit,
  • psychische Gesundheit,
  • soziale Lebenswelten,
  • Bewegung, Ernährung & Umweltbewusstsein 

strukturiert werden, wobei Querschnittsthemen (z. B. Rollenverständnis, Forschung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit) einbezogen werden. 
Ein wichtiger Baustein sollen zielgerichtete Maßnahmen der Gesundheitsförderung und -versorgung sein, die einem modernen, settingbezogenen Ansatz folgen. 

Das finale Strategiedokument soll Ende 2021 vorliegen.