Koordinationsstelle Qualitätsregister

Auftraggeber: BMSGPK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG: Reinhard Kern

Die GÖG betreibt und entwickelt im gesetzlichen Auftrag das Stroke-Unit-Register, das Herzchirurgie-Register und das Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Register. Für das Herzchirurgie- und das Stroke-Unit-Register wurde die intensive Zusammenarbeit mit A-IQI (Austrian Inpatient Quality Indicators) weitergeführt.

Datenauswertungen des Stroke-Unit-Registers: 85 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2018 direkt in ein Krankenhaus mit Stroke-Unit eingeliefert, 15 Prozent kamen über ein anderes Krankenhaus. Der Anteil direkter Aufnahmen bleibt konstant hoch, was auf ein kontinuierliches Schnittstellenmanagement von Rettungswesen und Krankenanstalten hinweist. Der Anteil der Rettungstransporte mit Notärztin/Notarzt ist in den letzten drei Jahren konstant niedrig, d. h. auf die notärztliche Begleitung wird immer häufiger verzichtet.
Bei der Lyserate für jene Patientinnen/Patienten, die die lyserelevanten Kriterien (Alter, Zeitspanne Ereignis bis Lyse) erfüllen, zeigt sich für 2018 ein verbesserter Wert im Vergleich zu 2017. Die Lyserate für diese Patientengruppe liegt im Österreichschnitt bei rund 72 Prozent. 72 Prozent aller lysierten Patientinnen und Patienten erhalten die Lyse im Österreichschnitt innerhalb von 60 Minuten ab Krankenhausaufnahme (Door-to-Needle-Time), wobei der Patientenanteil je nach Stroke-Unit zwischen 30 und 90 Prozent stark schwankt.

Datenauswertungen Erwachsenenherzchirurgie: Die 30-Tages-Mortalitätsrate (Anteil der binnen 30 Tagen nach einer Operation verstorbenen Patientinnen/Patienten) lag österreichweit in den letzten fünf Jahren zwischen 3,7 und 4,4 Prozent. Die 30-Tages-Mortalitätsrate bei geplanten Operationen 2017 schwankt zwischen den Zentren innerhalb einer Bandbreite von 0,99 bis 4,47 Prozent. Der Anteil der Patientinnen/Patienten, die sich einer erneuten herzchirurgischen Operation wegen einer Nachblutung – die im Krankenhaus aufgetreten ist – unterziehen mussten, fiel im Jahr 2017 signifikant auf 3,76 Prozent ab. In den Jahren 2014 bis 2016 lag dieser Wert zwischen 5,27 Prozent und 5,91 Prozent. 

Datenauswertungen des Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Registers: Insgesamt erfolgen im Jahr 2018 die meisten Erstimplantationen von Herzschrittmachern, ICD und Loop-Recordern bei Menschen im Alter von 70 bis 79 Jahren. In den Altersgruppen bis inklusive 79 Jahre ist in allen drei Bereichen der Anteil der Patienten größer als jener der Patientinnen. Im Bereich Herzschrittmacher wurden Synkope, Schwindel und Bradykardie als häufigste Symptome angegeben, infolge deren Erstimplantationen durchgeführt wurden. Auch im Bereich Loop-Recorder ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit jeweils mehr als 40 Prozent aller Angaben Synkope ohne Verletzung das häufigste Symptom, das zur Implantation eines Loop-Recorders führt. Die Frage nach dem Auftreten perioperativer Komplikationen bei ICD-Erstimplantationen wurde in rund 99 Prozent aller Fälle mit Nein beantwortet.