Statistik der drogenbezogenen Todesfälle (DRD)

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit:kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG: Judith Anzenberger

Die jährliche Statistik der drogenbezogenen Todesfälle (drug-related death, DRD) liefert Daten für einen der wichtigsten Indikatoren zur Beurteilung der Drogensituation in Österreich. Der Indikator direkt drogenbezogener Todesfälle ist einer von fünf Schlüsselindikatoren, die die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) entwickelte, um die Situation im Bereich des problematischen Drogenkonsums einschätzen zu können. Drogenbezogene Überdosierungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in der jungen Bevölkerung und sind daher von besonderer Bedeutung.

Im Jahr 2017 starben insgesamt 154 Personen an einer Überdosierung. Das entspricht einer Rate von 2,6 Todesfällen pro 100.000 Einwohner/Einwohnerinnen zwischen 15 und 64 Jahren, die meisten davon traten in Wien ein. Die Anzahl der drogenbezogenen Todesfälle ist im Vergleich zum Vorjahr (165 Fälle) wieder etwas gesunken. Etwa 80 Prozent der Verstorbenen waren Männer. Der Anteil der unter 25-jährigen Personen, die an einer Überdosierung sterben, ist in Österreich im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig und liegt bei 15 Prozent. Dies lässt – insbesondere in Zusammenschau mit den anderen Datenquellen des Drogenmonitorings – den Rückschluss zu, dass es weniger Einsteigerinnen und Einsteiger in den risikoreichen Opioidkonsum gibt.

Vertiefende Analysen in Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und längerfristige Trends bzw. vor dem Hintergrund der epidemiologischen Gesamtentwicklung in Zusammenschau mit weiteren Schlüsselindikatoren referiert der Epidemiologiebericht Sucht.

Weiterlesen:
Epidemiologiebericht Sucht 2019