Reform der Arzneimittelpolitik in Kirgistan

Auftraggeberin: WHO Europa
Laufzeit: Mai 2016 bis November 2016
Ansprechperson GÖG: Peter Schneider

In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro für Europa der WHO, führte das WHO-Kooperationszentrum für Arzneimittelpreisbildung und –erstattung an der GÖG eine Untersuchung zur Arzneimittelpolitik in Kirgistan (Zentralasien) durch. Ursachen steigender Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten sollten identifiziert und mögliche Ansatzpunkte für Reformen im kirgisischen Arzneimittelsystem gefunden werden. Qualitative und quantitative Datenerhebungen wurden Ende Mai / Anfang Juni 2016 von einem multidisziplinären Projektteam von GÖG und WHO Europa vor Ort durchgeführt.

Zuzahlungen für erstattungsfähige Arzneimittel im niedergelassenen Bereich stiegen für Patientinnen und Patienten im Zeitraum von 2013 bis 2015 um 20 Prozent an. Sowohl die fehlende gesetzliche Regulierung von Arzneimittelpreisen als auch die Währungsabwertung während des Untersuchungs­zeitraums trugen zu dieser Entwicklung bei. Um die finanzielle Belastung für Patientinnen und Patienten zu senken, wurden Reformvorschläge erarbeitet, die im September 2016 in Bischkek während eines High-Level-Dialogs maßgeblicher Akteure vorgestellt wurden. Die Studie wurde in englischer und russischer Sprache publiziert.

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Pharmaceutical pricing and reimbursement reform in Kyrgyzstan