Wer im Web stöbert, um herauszufinden, was es mit HIA auf sich haben könnte, stößt etwa auf ein Helmholtz-Institut, auf Honorar-Richtlinien, auf eine Blechbläser-Truppe. »Health Impact Assessment« findet sich auch irgendwann – und demnächst immer öfter. Denn seit wenigen Wochen gibt es eine Informationsoffensive in Sachen HIA.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit arbeitet die Gesundheit Österreich daran, einen schlichten, aber wirkungsvollen Gedanken in politische Köpfe zu bringen: Gesundheit lässt sich nicht auf sogenannte Zuständigkeiten beschränken. Gesundheit ist ein politisches Themenfeld, das nicht isoliert betrachtet werden soll, sondern im gesellschaftlichen Kontext.
Tatsächlich wird die Gesundheit der Bevölkerung ja viel mehr von sozial-, arbeitsmarkt-, wirtschafts- oder bildungspolitischen Entscheidungen beeinflusst als von strikt gesundheitspolitischen Überlegungen und Vorgaben. Aus dieser Einsicht ergibt sich der Schluss, dass Zusammenarbeit der verschiedenen Ressorts wichtig wäre, um etwas für Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu tun.
Das ist keine neue und keine österreichische Erfindung, sondern anderswo ein bereits etabliertes Konzept mit einem fundierten Hintergrund und bewährten Methoden. EU und WHO betrachten »Health Impact Assessment« als chancenreiches Werkzeug, um Gesundheitsaspekte in verschiedenen politischen Bereichen zu berücksichtigen, eingebettet in das Konzept »Health in All Policies«.
Mehr dazu:
http://hia.goeg.at/
Health in All Policies
1. österreichische Fachtagung zu HIA am 9. Juni 2011 (ausgebucht!)
GÖG-Jahresbericht online. Der Jahresbericht 2011 der Gesundheit Österreich ist als PDF-Download verfügbar. mehr
Brochure on the Austrian Health Care System. Free overview of the Austrian health care system. mehr
