Burgenländischer Gesundheitsbericht 2007

Die Analysen zeigten für die burgenländische Bevölkerung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eine insgesamt signifikant höhere Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (beim männlichen Bevölkerungsanteil auch in der Gruppen der unter 75-Jährigen), einen höheren Anteil adipöser Personen, höhere Anteile an Personen mit Bluthochdruck und solchen mit erhöhten Cholesterinwerten sowie höhere Anteile an Personen, die nach Eigenangaben bereits einmal eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten. Im männlichen Bevölkerungsanteil sind zusätzlich folgende Problembereiche zu identifizieren: eine signifikant höhere Sterblichkeit aufgrund von Krebserkrankungen, eine signifikant höhere Sterblichkeit aufgrund von Erkrankungen des Verdauungssystems sowie ein höherer Anteil an starken Rauchern.

Die bereits im Ersten Burgenländischen Gesundheitsbericht erarbeiteten österreichweiten Maßnahmenempfehlungen haben nach wie vor Aktualität. Als wesentliche Forschungsschwerpunkte gelten dabei die Bereiche »gesundes Altern«, die Erforschung intersektoraler Gesundheitsdeterminanten, Möglichkeiten zur Einflussnahme auf gesundheitsschädigende Lebensstile sowie Identifikation und Abbau von Barrieren zur Nutzung der Angebote des Gesundheitssystems.

Hinsichtlich der Datenerfassung sind die Beseitigung des Datendefizits in Bezug auf die »ambulante Morbidität« (niedergelassener Bereich, Ambulanzen, Ambulatorien), die Vereinheitlichung und Verbesserung der österreichweiten Impfdokumentation (auch für Erwachsene) und eine Datenerfassung im Bereich der Mutter-Kind-Pass- und der schulärztlichen Untersuchungen anzustreben.

Bezüglich gesundheitlicher Einflussfaktoren sind der Ausbau der psychosozialen Versorgung, eine gezielte Senkung der Barrieren zur Ausübung von Breitensport, die Ermöglichung leistbarer gesunder Ernährung und begleitende Aufklärungsarbeit, die Fokussierung gesundheitlicher Unterstützung auf gefährdete Gruppen (sozial benachteiligte Gruppen, Migranten usw.), die Umsetzung eines umfassenden Nichtraucherschutzes sowie die Formulierung und Implementierung von Alkoholaktionsplänen mit klaren Zielvorstellungen und Strategien zu nennen.

Client: Burgenländische Landesregierung
Editor: ÖBIG Forschungs- und Planungsgesellschaft
Place of publication: Wien
Year of publication: 2008
Number of pages: 86 Seiten und Anhang (Karten und Tabellen)
Reimbursement of expenses: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 2,00 MB

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