»Health in All Policies« (HiAP; dt. »Gesundheit in allen Politikfeldern«) basiert auf dem Konzept der Gesundheitsdeterminanten und geht von der Erkenntnis aus, dass die Gesundheit der Bevölkerung nur durch gebündelte Anstrengungen in allen Politikfeldern wirksam und nachhaltig gefördert werden kann. Beabsichtigt wird eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik durch verstärktes Berücksichtigen des Themas Gesundheit in anderen als den unmittelbar dafür zuständigen politischen Sektoren mit ihren jeweils spezifischen Zielen und Prioritäten. Dieser Ansatz wird bei vielen Aktivitäten des Arbeitsbereichs Prävention berücksichtigt und seit einigen Jahren schwerpunktmäßig behandelt (siehe auch
Health Promotion and Prevention Research).
Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt zu Health in All Policies liegt auf Gesundheitsfolgenabschätzungen (GFA) bzw. Health Impact Assessment (HIA). Im Rahmen einer GFA werden gesundheitliche Auswirkungen konkreter Maßnahmen bzw. Projekte in unterschiedlichsten Bereichen (z. B. Verkehrskonzepte, Bauvorhaben, Sozial- und Bildungspolitik etc.) bereits im Rahmen der Planungsphase untersucht. GFA kommt damit eine wichtige Rolle in Hinblick auf strukturelle Prävention zu.
Von EU und WHO wird GFA als zukunftsträchtiges Instrument zur verstärkten Berücksichtigung von Gesundheitsaspekten in unterschiedlichen Politikzusammenhängen gesehen. Im Jahr 2009 wurde eine Grundlagenarbeit zu Health Impact Assessment (HIA) mit einem Konzept zur Etablierung von HIA in Österreich erstellt, das nunmehr umgesetzt wird. Vorrangig sind vorerst Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung.
Kontakt: Sabine Haas, Ilonka Horvath
GFA-Website
Informationsblatt GFA (PDF-File, 555 KB)
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