Organspende – Das Gespräch mit den Angehörigen, 22.03.2013

In den meisten Fällen gibt das Angehörigengespräch den Ausschlag darüber, ob eine mögliche Organspende auch tatsächlich durchgeführt wird. Für das Krankenhauspersonal bedeutet dies eine hohe psychische Belastung, die nur mit entsprechender Motivation und Kompetenz bewältigt werden kann.

Angesichts der entscheidenden Bedeutung, die das Angehörigengespräch in diesem Zusammenhang hat, ist die Schulung und Befähigung des Krankenhauspersonals von zentraler Bedeutung. Im Jahre 2000 wurde von der Gesundheit Österreich GmbH / Geschäftsbereich ÖBIG gemeinsam mit der Psychologischen Praxisgemeinschaft (Dr. Ingrid Raunigg und Dr. Andreas Willmann) das Seminarkonzept »Organspende – Das Gespräch mit den Angehörigen« entwickelt.

Zentrales Ziel des zweitägigen Kompaktseminars ist es, das intensivmedizinische Personal im Umgang mit trauernden Angehörigen so zu schulen und zu stärken, dass es auf angemessene und einfühlsame Weise die Todesnachricht überbringen und die Frage nach der Organentnahme stellen kann. Dieser Zielsetzung entsprechen auch die inhaltlichen Schwerpunkte

  • Auseinandersetzung mit Tod und Sterben,
  • Einblick in den Trauerprozess und Umgang mit Trauer,
  • Kenntnisse und Übung in der Gesprächsführung.

Die seit 2001 durchgeführten Seminare haben alle Erwartungen übertroffen. So geben 88 Prozent der Teilnehmer/innen an, dass ihre kommunikative Kompetenz im Angehörigengespräch gestiegen ist, 61 Prozent  erklären, sich bei der Erklärung des Hirntodes sicherer zu fühlen, und 36 Prozent unterstreichen eine höhere Bereitschaft zur Spenderpflege auf ihrer Station.

Zielgruppe: Ärztinnen/Ärzte und Pflegepersonal aus intensivmedizinischen Abteilungen sowie Klinische Psychologinnen/Psychologen, die ihre Kommunikation mit den Angehörigen optimieren wollen.
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Teilnahmevoraussetzungen: Praxiserfahrung im Gespräch mit Angehörigen
Methoden: Die Vermittlung der Inhalte erfolgt über Vorträge, praxisbezogene Übungen/
Rollenspiele, Erfahrungsaustausch, Einzel- und Gruppenarbeit, Diskussion im Plenum. Eine ausführliche Seminardokumentation wird zur Verfügung gestellt. 
Kosten: Die Teilnahme sowie Hotelunterbringung und Verpflegung ist für interessiertes Intensivpersonal kostenlos. Getränkekosten können nicht übernommen werden.
Dauer: 2 Seminartage (19 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten), Freitag, 22. März 2013, 10 Uhr, bis Samstag, 23. März 2013, 17 Uhr
Ort: Hotel Moselebauer, Kliening 30, 9462 Bad Sankt Leonhard im Lavanttal (Kärnten)

Anerkennung: Für diese Fortbildungsveranstaltung vergibt die Österreichische Akademie der Ärzte 19 DFP-Punkte.
Leitung, Gestaltung und Durchführung:
Ingrid Raunigg, Dr., Klinische Psychologin/Gesundheitspsychologin, Gerichtssachverständige, Supervisorin, Kommunikations- und Managementtrainerin
Andreas Willmann, Dr., Hofrat, Klinischer Psychologe/Gesundheitspsychologe, Gerichtssachverständiger, Supervisor, Kommunikations- und Managementtrainer
Barbara Schleicher, Mag. Dr., Soziologin, Journalistin, Projektkoordinatorin, GÖG/ÖBIG

Information und Anmeldung:
 
Barbara Schleicher, Tel.: (01) 515 61-179
Menekse Yilmaz, Tel.: (01) 515 61-287

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