Gesundheitsökonomie

Referenzprojekte

Evaluation Polypharmazie

Auftraggeber: Wiener Landesgesundheitsfonds
Status: abgeschlossen
Kontakt: Martin Zuba, Katja Antony

In dieser Studie wurde ein Pilotprojekt zur Reduktion der Polypharmazieprävalenz in zwei Wiener Spitälern (AKH Wien, Hanusch KH) evaluiert.

In dem Pilotprojekt wurden klinische Pharmazeuten / Pharmazeutinnen eingesetzt, um die Medikation von Patienten / Patientinnen der Interventionsstationen zu überprüfen, zu verbessern und Wechsel- bzw. Nebenwirkungen zu überwachen. Die Evaluation erfolgte mittels Vergleich der Studienpopulation mit einer aus Routinedaten gebildeten Vergleichsgruppe, die aus den Patienten / Patientinnen der Interventionsstation im Vorjahr zusammengesetzt wurde.

Die Evaluation ergab, dass die Ausgaben für Medikamente in der Interventionsgruppe deutlich geringer sind.  Diese Ausgabenreduktion übersteigt im AKH Wien sowie an zwei von drei Interventionsstationen am Hanusch-KH die Kosten der Pilotintervention. Im Vergleich der Wiederaufnahmeraten, der Belagsdauer, der Inanspruchnahme niedergelassener (Fach)Ärzte sowie der über die Krankenkasse abgerechneten Medikamente ergab sich kein signifikanter Unterschied.

button_download_PA.gif  Evaluation Polypharmazie

Evaluierung der "Gesundheitsvorsorge Aktiv" bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats

Auftraggeber: PVA, Pilotbetriebe GVA
Status: abgeschlossen
Kontakt: Barbara Fröschl
 
Ziel der vorliegenden Studie, die im Auftrag der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) und der an der „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ teilnehmenden Pilotbetriebe erstellt wurde, ist die Evaluierung der Effektivität des medizinischen Leistungsprofils „Gesundheitsvorsorge aktiv“ bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Dafür werden Personen, die eine GVA in Anspruch nehmen (Interventionsgruppe), mit Personen derselben Altersgruppe und Indikation verglichen, die eine Kur ohne GVA (Kur Standard) in Anspruch nehmen (Kontrollgruppe). Außerdem sollte die Wirksamkeit der Kur bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats geprüft werden.

Zur Evaluierung der Effektivität des medizinischen Leistungsprofils „Gesundheitsvorsorge aktiv“ wurde das Design einer prospektiven Kohortenstudie (inklusive Baseline Assessment) mit Interventions- und Kontrollgruppe sowie einer Beobachtungsdauer von 8 Wochen für beide Gruppen gewählt. Die Ergebnisparameter wurden mittels eines eigens entwickelten Fragebogens zu drei Zeitpunkten (direkt vor, direkt nach und fünf Wochen nach Abschluss der Kur) erhoben. Parameter zu folgenden Ergebnisindikatoren wurden erhoben: Bewegung, Rauchen, Alkohol, Selbstkompetenz Ernährung, Selbstkompetenz Bewegung, subjektiver Gesundheitszustand, Schmerz, Angst und Depression.

Der Vorher-Nachher-Vergleich der Intervention „Kur“ (ohne Differenzierung nach Interventions- und Kontrollgruppe) zeigte kurzfristig signifikante Verbesserungen für alle betrachteten Ergebnisindikatoren, wobei diese in der Interventionsgruppe für die Ergebnisindikatoren „subjektiver Gesundheitszustand“ und „Depression“ besser waren als in der Kontrollgruppe.

In der Nachbeobachtung der Gesamtpopulation (d. h. etwa fünf Wochen nach der Kur) zeigen sich signifikante Verbesserungen für die Ergebnisindikatoren „Selbstkompetenz Ernährung“, subjektiver Gesundheitszustand, Schmerz, Angst, Depression, körperliche Aktivität und Schwitztage.

button_download_PA.gif Endbericht Evaluierung der „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats


HEDIC - Health Expenditures by Diseases and Conditions
Auftraggeber:  Europäische Kommission, EUROSTAT
Status: laufend
Kontakt: Ingrid Rosian-Schikuta

Dieses von der Europäischen Kommission und EUROSTAT initiierte Projekt erfasst europaweit Gesundheitsausgaben (Krankheitskosten) nach Diagnosen, Geschlecht und Alter. Auf Basis der in den einzelnen Mitgliedstaaten vorhandenen Daten wird eine einheitliche Methodik entwi-ckelt, um die Ergebnisse europaweit vergleichbar zu machen.
 
Öffentliche Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention in Österreich 2012
Auftraggeber: BMG und Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Status: abgeschlossen
Kontakt: Katja Antony, Barbara Fröschl

Die Gesundheit Österreich GmbH führte im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger zum dritten Mal nach 1996 und 2001 eine Erhebung der Gesundheitsförderungs- und Präventionsausgaben der öffentlichen Hand in Österreich durch.  Im Rahmen der Studie wurden die zentralen Akteure im Gesundheitswesen -Bund, Sozialversicherung, Länder, Gemeinden - mittels Fragebogenerhebung zu ihren Ausgaben im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention befragt.

Im Jahr 2012 wurden seitens der öffentlichen Hand (Bund inkl. Fonds Gesundes Österreich, Bundesländer, Gemeinden und Gesunde Städten sowie Sozialversicherung) insgesamt 2,02 Mrd. Euro für Gesundheitsförderung und Prävention ausgegeben. Das entspricht Ausgaben von 239,65 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Abzüglich der Ausgaben für Tertiärprävention ergeben sich Gesamtausgaben der öffentlichen Träger in der Höhe von 749 Mio. Euro bzw. Pro-Kopf-Ausgaben von 88,95 Euro.

Den Großteil der Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention im Jahr 2012 (87,1 %) wurde von der Sozialversicherung getragen. Der Bund inklusive Fonds Gesundes Österreich tätigte 5,9 Prozent, die Bundesländer 6,1 Prozent und die Gemeinden 0,9 Prozent.

Die Anteil der Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention an den laufenden Gesundheitsausgaben der öffentlichen Hand für das Jahr 2012 liegt bei rund 8,3 Prozent mit bzw. bei 3,1 Prozent ohne Tertiärprävention. Der Unterschied zu dem von der OECD/Statistik Austria ausgewiesenen Anteil von 1,9 Prozent der laufenden öffentlichen Gesundheitsausgaben, der für Prävention und den öffentlichen Gesundheitsdienst ausgegeben wird, ist in der Erhebungsmethode der vorliegenden Studie begründet.

Öffentliche Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention in Österreich 2012Öffentliche Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention in Österreich 2012

Aktuelles & Veranstaltungen

GÖG-Colloquium "Cracked not Broken". Einladung mehrmehr


Evaluierung Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. erschienen mehrmehr


GÖG-Colloquium, "Sex, Gender und Gesundheit". 20. März 2017, Nachlese mehrmehr


Österreichische Diabetes-Strategie. Online-Konsultation zu Handlungsempfehlungen aus sechs Wirkungszielen mehrmehr


Relaunch. Medizinprodukteregister in neuem Gewand. mehrmehr


Broschüre zum Gesundheitswesen. Neuauflage: Information zum österreichischen Gesundheitssystem. mehrmehr


EU-Preisvergleich von kostenintensiven Arzneispezialitäten 2015. Medikamentenpreisvergleich mehrmehr


Einladung zur 4. Fachtagung der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie. mehrmehr


Präsentation der österreichischen Diabetes-Strategie. mehrmehr


25th International Conference on Health Promoting Hospitals and Health Services. 12.-14. April 2017, Wien mehrmehr


Projektabschluss JA-CHRODIS . mehrmehr



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