Gesundheitsökonomie

Gesundheitsökonomie

Die Abteilung Gesundheitsökonomie an der GÖG (GÖG GHÖ) zeigt Wege auf, Ressourcen mit hohem Nutzen für die Bevölkerung verteilungsgerecht, effizient und zielgerichtet einzusetzen.

Die angewandte GHÖ-Forschung liefert Stakeholdern entscheidungsrelevante Informationen; ihre Grundlagenforschung widmet sich etablierten und neuen methodischen Ansätzen, die empirisch erprobt werden.

Kooperationen im internationalen Rahmen und hier besonders im europäischen Kontext sichern den Wissenstransfer. International beauftragte Studien, die Teilnahme an Netzwerken wie auch Aktivitäten in Expertengremien forcieren den nationalen und internationalen Austausch und tragen zu einer steten Weiterentwicklung des Bereichs bei.

Die Abteilung Gesundheitsökonomie gliedert sich in sechs Programme, die Themenschwerpunkte der Abteilung bilden und jeweils von einem/einer Programmkoordinator/in hinsichtlich inhaltlicher Weiterentwicklung und Vernetzung verantwortet werden (siehe Organigramm).

In der Regel bearbeiten multidisziplinäre Projektteams, die den Projekt-Anforderungen entsprechend zusammengestellt werden, die Aufgaben, wobei ggf. Expertise von Fachleuten anderer Abteilungen beigezogen wird (siehe Liste Mitarbeiter/innen).
Leiter/innen der Abteilung GHÖ:
Claudia Habl (AL-Stv.), Herwig Ostermann (AL) und Ingrid Rosian (AL-Stv.).

GHÖ-Programme:

Das Programm Gesundheitssystemmonitoring und -analyse beschäftigt sich im Sinne vergleichender Gesundheitssystemforschung mit organisatorischen Strukturen einschließlich der Finanzierung von Gesundheitssystemen. Gezielter Vergleich und Analyse wie auch das Monitoring qualitativer und quantitativer Kennzahlen liefern Informationen zur Optimierung der Ressour-cenallokation. Monitoring und Analyse der Performance des österreichischen Gesundheitssystems, z. B. durch Erheben internationaler Vergleichskennzahlen, machen Stärken, aber auch Schwächen unseres Systems sichtbar.

Das Programm Health Technology Assessment / Evidence based Public Health will mit HTA-Berichten und Kurzassessments evidenzbasierte Entscheidungen im Gesundheitswesen unter-stützen und einen Beitrag für effektiven und effizienten Ressourceneinsatz leisten (Auftraggeber u. a.: BMG, DIMDI, PVA, EU ...).
HTA-Expertise fließt auch in Arbeiten der Zielsteuerung-Gesundheit ein. Transparente und nachvollziehbare Methodik wie auch nationale und internationale Zusammenarbeit sind zentral. Der HTA-Guide im Netz steht allen Interessierten gratis zur Verfügung.

Das Programm Evaluations- und Wirksamkeitsstudien bietet Expertise und Unterstützung, wenn mithilfe von Effektivitäts- und Effizienzmessung (bei Interventionen, in Modellprojekten und von neuen Versorgungstrukturen) die Qualität in der Gesundheitsversorgung gesteigert werden soll. Wir konzipieren und begleiten die Messungen, werten aus und stellen Ergebnisse maßgeschneidert dar. Dies umfasst die Definition und Auswahl geeigneter Outcomeparameter ebenso wie die Entwicklung entsprechender Erhebungsinstrumente (z. B. Fragebögen), Datenvalidierung und statistische Auswertungen.

Das Programm Pharmaökonomie und Arzneimittelsystemforschung leistet einen wissenschaftlichen Beitrag zu fairem Zugang zu Arzneimitteln unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme. Wichtige Elemente des Programms bilden der Service Pharma-Preisinformation (PPI) mit Daten zu Arzneimittelpreisen in 30 europäischen Ländern, das Behördennetzwerk Pharmaceutical Pricing and Reimbursement Information (PPRI) mit rund 80 Institutionen aus 45 Ländern und das WHO-Kooperationszentrum für Arzneimittelpreisbildung und -erstattung, ein von der WHO eingerichtetes Referenzzentrum, um die Expertise des Programms für alle Staaten und Regionen zugänglich zu machen.

Das Programm Umsetzungs- und Entscheidungsunterstützung berät Entscheidungsträger in aktuellen Fragen zur Gestaltung gesundheitssystemrelevanter Prozesse und Strukturen und kümmert sich um hoheitlich übertragene Tätigkeiten. Die Unterstützung ist unmittelbar prozessbegleitend, Expertisen (translational research) werden bereitgestellt, im Mittelpunkt stehen die kontextsensitive Analyse des Transfers bzw. das Implementieren verschiedener Initiativen wie auch die Unterstützung bei der tatsächlichen Umsetzung (health policy implementation). Dies betrifft sowohl anwendungsorientierte Projekte, beispielsweise im Kontext mit seltenen Erkrankungen als auch die Mitarbeit in internationalen Netzwerken und Forschungskooperationen.  In das Programm fällt auch der gesetzliche Auftrag, das österreichische Medizinprodukteregister (www.medizinprodukteregister.at) zu führen.

Das Programm Versorgungsökonomie thematisiert und quantifiziert ökonomische Auswirkungen alternativer Versorgungsszenarien mit Gesundheitsleistungen insbesondere in Hinblick auf Ausgaben, Finanzierung und Kosten. Dabei werden individuelle Versorgungssettings (z. B. ambulante Settings, tagesklinische Settings, stationäre Leistungserbringung) wie auch populationsbezogene Versorgungsprogramme (z. B. Gesundheitsinformationsdienste, veränderte Erstattungs- oder Verschreibungsregimes von Medikamenten) oder bestehende Versorgungsstrukturen (z. B. regionale Strukturunterschiede, Effizienz in Krankenanstalten) untersucht. Neben dem Vergleich etablierter Versorgungsszenarien werden im Zuge von Modellrechnungen und Simulationen auch künftige ökonomische Effekte bestehender und/oder neuer Versorgungsszenarien (z. B. Steigerung des tagesklinischen Versorgungsanteils, Einführung neuer, hochwirksamer Therapien) berücksichtigt.


bullet_pfeil.gif Organigramm

Kontakt
:
Herwig Ostermann, Claudia Habl, Ingrid Rosian-Schikuta

Abteilungssekretariat:
Monika Schintlmeister (+43 1 515 61-313), Romana Landauer (+43 1 515 61-262),
E-Mail: ghoe@goeg.at

Alle Publikationen aus dem Arbeitsbereich finden sich unter Produkte,
eine Berichte-Auswahl findet sich im jeweiligen Programmkontext. Publikationen aus "Pharmaökonomie und Arzneimittelsystemforschung" finden sich auch auf der Website des WHO-Kooperationszentrums für Arzneimittelpreisbildung und -erstattung (whocc.goeg.at/Publications/).


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