Eine Studie der GÖ FP analysiert, welchen Einfluss das Ausmaß der Regulierung auf Zugänglichkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit im Apothekenwesen hat. Ergebnis: Die Erwartungen, die an eine Liberalisierung im Apothekenwesen geknüpft werden, sind insbesondere ein besserer Zugang zu Medikamenten und niedrigere Preise bei rezeptfreien Arzneimitteln. Diese Erwartungen erfüllen sich allerdings zumeist nicht.
Stattdessen kann Deregulierung zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, die eine ausgewogene Versorgung beeinträchtigen. Beobachtet wurde etwa, dass neue Apotheken an attraktiven städtischen Standorten eröffnet werden, was keine Verbesserung der Versorgung am Land mit sich bringt. Tendenziell konzentriert sich der Besitz von Apotheken und damit Marktmacht auf einige wenige Akteure (z. B. Großhandelsunternehmen), und der ökonomische Druck auf Apotheken, mehr rezeptfreie Arzneimittel und Nicht-Pharmazeutika zu verkaufen, nimmt zu.
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