Integrierte psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen, 30.01.2013

Dokumentation des GÖG-Workshops

Die GÖG/ÖBIG beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie in europäischen Ländern eine integrierte psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen ausgestaltet ist. Welche sektorenübergreifenden Kooperationsstrukturen haben sich dort als hilfreich und nützlich für die bestmögliche Versorgung der betroffenen Kinder und ihrer Familien erwiesen? Richtwerte und Planungsgrundlagen zur ambulanten Versorgung, die empfohlen bzw. verwendet werden, sind in diesem Kontext ebenfalls von Interesse.

Auf Initiative der Unterarbeitsgruppe ÖSG wurde im September 2012 ein Workshop an der GÖG angeboten, um über aktuelle Entwicklungen in diesem Versorgungsbereich in Österreich zu informieren. Etwa sechzig Personen nahmen teil am Austausch zwischen Expertinnen und Experten (aus den Bundesländern im Gesundheits- und Sozialbereich sowie der Sozialversicherungsträger, die mit Planung und Koordination von Leistungen für Kinder und Jugendliche im psychosozialen Bereich befasst sind).

Im Rahmen von neun Impulsreferaten wurden modellhafte Projekte in den Bundesländern zu Teilaspekten der Versorgung präsentiert sowie aktuelle Daten und Fakten zur Versorgungssituation vorgestellt (PDF-Download möglich):

download Leben mit einer psychischen Erkrankung in der Familie,
download Psychosoziale Aspekte in der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie,
download Kinder- und Jugendkompetenzzentrum Innviertel,
download Sozialpsychiatrische Liaisondienste,
download Kinder- und Jugendpsychiatrie in Niederösterreich,
download Das Kindernetzwerk Industrieviertel (PowerPoint-File),
download Ambulante Betreuung bei psychischen Problemen im Burgenland,
download Strategie psychische Gesundheit der Sozialversicherung,
download Die Ambulatorien von pro mente kijufa.

In den anschließenden Arbeitsgruppen konnten konkrete Fragen der Versorgungsplanung diskutiert werden. Im Rahmen einer integrierten Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen bestehen die größten Herausforderungen in Hinblick auf die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Kooperation darin, personelle und finanzielle Ressourcen für die Vernetzungstätigkeiten bereitzustellen, geeignete und institutionalisierte Kooperationsstrukturen aufzubauen, einen ausreichenden Informations- und Datenfluss sicherzustellen sowie mit unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen umzugehen.

download Protokoll Arbeitsgruppen (PDF-File)

Für die gemeinsame Basis entscheidend ist das Commitment zur Kooperation auf allen Ebenen. Aus Sicht der österreichischen Expertinnen und Experten geht es außerdem darum, Modelle für eine gemeinsame Finanzierung zu entwerfen und einen klaren finanziellen Rahmen für Kooperationen zu definieren.

Für das Jahr 2013 geplant ist eine Bestandsaufnahme zur außerstationären psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie zu aktuellen Ausbauplänen dieses Versorgungsbereichs in den Bundesländern. Aufbauend auf dieser Ist-Analyse, können in einem nächsten Schritt konkrete Planungsempfehlungen erarbeitet werden.

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