Wirksamkeit von Maßnahmen zur Reduktion unerwünschter Folgen der Polypharmazie

(insbesondere elektronische Verordnungssysteme mit Arzneimittelprüfung); Arbeitstitel. Berichtsplan zum HTA-Bericht

Hintergrund: Polypharmazie – von der WHO als gleichzeitige Einnahme von mehr als fünf Arzneimitteln definiert – ist in Industrieländern weit verbreitet. Für Österreich zeigen aktuelle Studien, dass rund zwei Drittel der Patientinnen und Patienten älter als sechzig Jahre mehr als fünf Arzneimittel gleichzeitig einnehmen und dass rund die Hälfte dieser Patientinnen und Patienten mehr als neun Arzneimittel gleichzeitig einnimmt. Es ist zuverlässig belegt, dass mit zunehmender Anzahl gleichzeitig eingenommener Arzneimittel die Häufigkeit von unerwünschten Folgen der Arzneimitteltherapie deutlich zunimmt (z. B. unerwünschte Arzneimittelwirkungen und -interaktionen, inadäquate Medikation, verringerte Therapie-Compliance).

Ziel und Fragestellung: Ziel dieses HTA-Berichts ist die Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Reduktion unerwünschter Folgen der Polypharmazie bei Patientinnen und Patienten älter als sechzig Jahre. Hierzu werden auf Basis bestehender Evidenz folgende zwei Hauptfragestellungen beantwortet:

  1. Wie wirksam sind elektronische Verordnungssysteme mit Arzneimittelinteraktionsprüfung zur Reduktion unerwünschter Folgen der Polypharmazie bei Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren?
  2. Wie wirksam sind andere Maßnahmen als elektronische Verordnungssysteme mit Arzneimittelinteraktionsprüfung zur Reduktion unerwünschter Folgen der Polypharmazie bei Patientinnen und Patienten ab sechzig Jahren?

Als Termin für die Fertigstellung des Endberichts ist Dezember 2011 geplant.

Auftraggeber: BMG
Herausgeber: GÖG/BIQG
Erscheinungsort: Wien
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 127,0 KB

geplant Dezember 2011

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