Wichtige Säule in der ambulanten Versorgung psychisch kranker Menschen ist die Behandlung mit Psychotherapie und Psychopharmaka. Die GÖG/ÖBIG hat bereits zweimal die Versorgungslage im Bereich der Psychotherapie erfasst, und zwar für die Jahre 2001 und 2004. Neben der Aktualisierung der Daten zur Psychotherapie widmet der vorliegende Bericht erstmalig den Ausgaben für Psychopharmaka durch die Sozialversicherungsträger sowie der Entwicklung der Verordnungszahlen in den vergangenen Jahren ein eigenes Kapitel.
Sowohl der Bereich der Psychotherapie als auch jener der Psychopharmaka sind durch eine hohe Dynamik geprägt. Gerade deshalb ist es wichtig, die Entwicklung bei der Versorgung zu beobachten. Schenkt man aktuellen internationalen Studien Glauben, zählt die adäquate Versorgung psychisch Kranker in Zukunft zu den größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme. Psychische Erkrankungen stellen oft eine jahrelange schwere Belastung für die Betroffenen dar und haben weitreichende Auswirkungen im privaten und beruflichen Umfeld. Neben den direkten Kosten für die Behandlung sind indirekte volkswirtschaftliche Kosten zu bedenken, die sich beispielsweise aus längeren Krankenständen, Verlust des Arbeitsplatzes oder krankheitsbedingten Frühpensionierungen ergeben.
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