Selbstbeteiligungsbestimmungen in einer Reihe von Ländern und Evaluation des österreichischen Behandlungsbeitrages Ambulanz (Ambulanzgebühr).
Die Studie beleuchtet die Wirkung von Selbstbeteiligungen im Rahmen einer breit angelegten Untersuchung mit mehreren Schwerpunkten:
Meta-Analyse: Literaturrecherche zu den Wirkungen von Selbstbeteiligungen aus Sicht der ökonomischen Theorie und auf Basis von vorliegenden Forschungsarbeiten (dieser Abschnitt wurde vom Industriewissenschaftlichen Institut iwi erstellt)
Internationaler Vergleich der Selbstbeteiligungsregelungen: Untersuchung der aktuellen Bestimmungen zur Selbstbeteiligung für ambulante ärztliche Leistungen, zahnärztliche Leistungen, Spitalsambulanzen und Arzneimittel in acht Ländern (Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, USA)
Wirksamkeitsanalyse: Erhebung der Belastung der privaten Haushalte durch den privaten Finanzierungsanteil einschließlich Selbstbeteiligungen in den acht untersuchten Ländern
Evaluierung des Behandlungsbeitrages-Ambulanz: die erste empirische Untersuchung des »Behandlungsbeitrages-Ambulanz«, einer im April 2001 in Österreich eingeführten Selbstbeteiligung für Spitalsambulanzen, in Hinblick auf einen etwaigen Lenkungseffekt
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Selbstbeteiligungen im Gesundheitswesen nur sehr eingeschränkt als Steuerungsinstrument einsetzbar sind. Für den Behandlungsbeitrag-Ambulanz in Österreich konnte ein Steuerungseffekt – d. h. eine »Lenkung« der Patienten von Spitalsambulanzen in Richtung Versorgung durch die niedergelassenen Ärzte – nicht festgestellt werden.
Vergriffen
Neu erschienen: Krankheitsausgabenrechnung 2008. Ergebnis: Gesamtausgaben im öffentlichen akutstationären Bereich für das Jahr 2008. mehr
GÖG-Jahresbericht online. Der Jahresbericht 2010 der Gesundheit Österreich ist als PDF-Download verfügbar. mehr

