Living with the Daily Dose – Betreuung von HIV-positiven Drogenabhängigen (2004)

Ziel des Projekts war die Verbesserung des Zugangs zur antiretroviralen Therapie (ARV-Therapie) für HIV-positive intravenös Drogenkonsumierende. Der Bericht beinhaltet den österreichischen Beitrag zu einer EU-weiten Studie, an der zwölf weitere EU-Staaten teilnahmen.

In Österreich steht der Zugang zur ARV-Therapie prinzipiell allen HIV-positiven Personen offen. Außer den medizinischen Kriterien gibt es keine allgemein gültigen Richtlinien für einen Beginn einer ARV-Therapie. Arzt bzw. Ärztin sind bei einer Entscheidung auf den subjektiven Eindruck bezüglich der Adherence von Patienten bzw. Patientinnen angewiesen. Unter Adherence ist die Bereitschaft und Fähigkeit zu verstehen, die strikten und komplizierten Regeln der ARV-Therapie kontinuierlich einzuhalten.

Auf Basis der Interviews wurden Verbesserungsvorschläge formuliert, die sich positiv auf den Zugang zur und auf die Adherence während der ARV-Therapie auswirken:

  • verstärktes Augenmerk auf die Kommunikation zwischen HIV-positiven Drogenkonsumierenden und dem betreuenden Personal, 
  • institutionalisierte Vernetzung der drei spezialisierten Bereiche medizinische HIV-/Aids-Behandlung, professionelle Aids-Hilfe und Drogenhilfe,
  • Weiterbildung zu suchtspezifischen Problemlagen und Supervision für das betreuende und behandelnde Personal.

Auftraggeber: Europäische Kommission
Herausgeber: ÖBIG
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2004
Umfang: 45 Seiten
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 366,0 KB

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