Einstellung des Krankenhauspersonals zur Organspende (2009)

Fragebogenerhebung in niederösterreichischen Krankenanstalten

In Zusammenarbeit zwischen ÖBIG-Transplant und dem TX-Referenten für Niederösterreich und Burgenland, Prim. Dr. Albert Reiter, wurde eine Fragebogenerhebung in den Intensivstationen der niederösterreichischen Krankenanstalten durchgeführt (Stationsleitung, Ärztinnen/Ärzte, Pflegepersonal). Grundsätzliches Ziel der Erhebung war das Schaffen einer verlässlichen und repräsentativen Datenbasis. Die Befragung zielte auch darauf ab, Gründe für die sehr niedrigen Spenderzahlen in Niederösterreich zu eruieren bzw. strukturelle und organisatorische Ursachen dafür auszumachen. Überdies sollten die Belastungsfaktoren des involvierten Krankenhauspersonals und dessen Einstellung zur Organspende ermittelt werden.

Die Befragung zeigt, dass die Identifikation von Spendern bei den bestehenden technischen Voraussetzungen und personellen Kapazitäten grundsätzlich in allen niederösterreichischen Intensivstationen gewährleistet ist. Zur Durchführung der Hirntoddiagnostik wird in der Regel auf das Mobile-Hirntod-Diagnostik-Team Wien zurückgegriffen, was dessen Bedeutung unterstreicht.

Die Umfrage zeigt eine prinzipielle und breite Unterstützung der Organspende seitens des Intensivpersonals. Es gibt keine Intensivstation, in der die Organspende kein Thema bzw. eine grundsätzliche Unterstützung nicht erkennbar ist. Doch fehlen Erkenntnisse darüber, inwieweit sich diese Unterstützung im Stationsalltag niederschlägt bzw. wie sie wirklich gelebt wird. Optimierungspotenzial besteht hinsichtlich der Verbreitung von schriftlichen Standards und der Häufigkeit von Mitarbeiterschulungen.

Auftraggeber: Teilleistung des BGK-Projektes »Förderung der Organspende«
Herausgeber: Koordinationsbüro für das Transplantationswesen
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2009
Umfang: 28 Seiten und Anhang
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 953,0 KB

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