Außerschulische Jugendarbeit mit ihren vielfältigen Angeboten stellt Unterstützung und Begleitung in einer sensiblen Lebensphase zur Verfügung und nimmt damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Viele Angebote der außerschulischen Jugendarbeit sind auch in Hinblick auf präventive Ziele von Relevanz, insbesondere im Rahmen der Verhältnisprävention. Dies gilt vor allem für die Offene Jugendarbeit, die vorwiegend in Jugendzentren und -treffs sowie in Form von aufsuchender bzw. mobiler Jugendarbeit verfügbar ist.
Ziel der vorliegenden Studie war es, die sucht- und gewaltpräventive Rolle und Funktion der Offenen Jugendarbeit fachlich wie inhaltlich aufzubereiten und darzustellen. Des Weiteren wurde mittels Literaturrecherche und qualitativen Methoden die vorhandene Evidenz zur präventiven Wirkung sowie zum ökonomischen Nutzen von außerschulischer Jugendarbeit analysiert.
Die Studie macht deutlich, dass die Offene Jugendarbeit zum einen als Angebot per se eine gesundheitsförderliche Struktur zur Verfügung stellt. Zum anderen ergeben sich durch die spezifischen Haltungen bzw. Handlungsprinzipien der Offenen Jugendarbeit den Jugendlichen gegenüber und auch aus dem spezifischen Setting gewisse Potentiale, die je nach Ausrichtung der Praxis präventive Wirkungen erzielen (können). Eine detaillierte Beschreibung der vorhandenen präventiven Potenziale, aber auch die Schwierigkeiten eines ökonomischen Wirkungsnachweises sind in der Publikation nachzulesen.
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