Diabetes mellitus als gesundheitspolitische Herausforderung (2005)

Bestandsaufnahme und Analyse von Maßnahmen in Österreich und Europa

In Österreich leben derzeit über 300.000 Diabetikerinnen und Diabetiker. In ganz Europa
geht man von mindestens 22,5 Millionen Betroffen aus, Tendenz: stark steigend. Aufgrund
des hohen Verbreitungsgrades (insbesondere des Typ-2-Diabetes), der gravierenden
Komplikationen und der massiven volkswirtschaftlichen Kosten stellt die Prävention von
Diabetes und seinen Folgeerkrankungen in Österreich und vielen anderen europäischen
Ländern ein gesundheitspolitisches Schwerpunktthema dar und wird zunehmend auch auf
EU-Ebene diskutiert. Um negative Konsequenzen für die Betroffenen und die Volkswirtschaften
hintanzuhalten, sind Präventionsmaßnahmen auf allen Ebenen erforderlich. Für
den Diabetesbereich besonders relevant sind dabei nationale Aktionspläne und Leitlinien,
Maßnahmen der Primärprävention und Früherkennung, Schulungsprogramme zur erforderlichen
Lebensstilmodifikation, strukturierte und qualitätsgesicherte Versorgungs- und
Disease-Management-Programme sowie spezielle Interventionen für besonders betroffene
Gruppen.

Ziel der vorliegenden Studie ist eine Bestandsaufnahme derartiger Maßnahmen
in Österreich und anderen europäischen Ländern. Dabei sollen Defizite identifiziert und
besonders interessante Modelle, die als Basis für zukünftige Maßnahmen herangezogen
werden können, näher beschrieben werden. Die Studie liefert somit Informationen für die
Umsetzung des nationalen Diabetesplans in Österreich und für die konkrete Ausgestaltung
des Schwerpunktthemas der österreichischen EU-Präsidentschaft (1. Halbjahr 2006)
im Gesundheitsbereich, nachdem die Prävention des Typ-2-Diabetes als ein gesundheitspolitisches
Hauptthema ausgewählt wurde.

Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Herausgeber: Gesundheit Österreich GmbH / Geschäftsbereich ÖBIG
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2005
Umfang: 66 Seiten
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 543,0 KB

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