Bestandsaufnahme und Analyse von Maßnahmen in Österreich und Europa
In Österreich leben derzeit über 300.000 Diabetikerinnen und Diabetiker. In ganz Europa
geht man von mindestens 22,5 Millionen Betroffen aus, Tendenz: stark steigend. Aufgrund
des hohen Verbreitungsgrades (insbesondere des Typ-2-Diabetes), der gravierenden
Komplikationen und der massiven volkswirtschaftlichen Kosten stellt die Prävention von
Diabetes und seinen Folgeerkrankungen in Österreich und vielen anderen europäischen
Ländern ein gesundheitspolitisches Schwerpunktthema dar und wird zunehmend auch auf
EU-Ebene diskutiert. Um negative Konsequenzen für die Betroffenen und die Volkswirtschaften hintanzuhalten, sind Präventionsmaßnahmen auf allen Ebenen erforderlich. Für den Diabetesbereich besonders relevant sind dabei nationale Aktionspläne und Leitlinien, Maßnahmen der Primärprävention und Früherkennung, Schulungsprogramme zur erforderlichen Lebensstilmodifikation, strukturierte und qualitätsgesicherte Versorgungs- und Disease-Management-Programme sowie spezielle Interventionen für besonders betroffene Gruppen.
Ziel der vorliegenden Studie ist eine Bestandsaufnahme derartiger Maßnahmen in Österreich und anderen europäischen Ländern. Dabei sollen Defizite identifiziert und besonders interessante Modelle, die als Basis für zukünftige Maßnahmen herangezogen werden können, näher beschrieben werden. Die Studie liefert somit Informationen für die Umsetzung des nationalen Diabetesplans in Österreich und für die konkrete Ausgestaltung des Schwerpunktthemas der österreichischen EU-Präsidentschaft (1. Halbjahr 2006) im Gesundheitsbereich, nachdem die Prävention des Typ-2-Diabetes als ein gesundheitspolitisches Hauptthema ausgewählt wurde.
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