Neben den aktuellen Entwicklungen stehen die öffentlichen Ausgaben, gefährdete Gruppen von Jugendlichen und die drogenbezogene Forschung im Mittelpunkt. Zudem liegen erstmals österreichweite Daten aus dem Betreuungs- und Behandlungsbereich vor.
Als vorrangige Problemdroge der im Drogenhilfesystem betreuten Klientinnen und Klienten dominieren nach wie vor die Opiate sehr stark, während Kokain entgegen den Erwartungen – und auch entgegen den Trends in vielen EU-Ländern – keine große Bedeutung als »Leitdroge« hat.
Die intravenöse Einnahme von Drogen spielt selbst bei Heroin eine geringere Rolle als bisher angenommen. Dies bestätigen auch entsprechende Daten der letzten Jahre aus Wien. Der Prozentsatz von intravenösem Konsum steigt aber stark mit dem Alter. Dies stellt eine Herausforderung sowie eine Chance für schadensminimierende Maßnahmen und insbesondere für die Prävention von intravenösem Konsum dar.
Der Frauenanteil unter der erfassten Klientel liegt zwischen 25 und 30 Prozent. Frauen sind sowohl beim Erstkonsum der meisten Drogen als auch beim erstmaligen intravenösen Konsum im Schnitt jünger als die Männer.
Die Anzahl der direkt suchtgiftbezogenen Todesfälle wächst mit 197 Fälle im Jahr 2006 gegenüber 191 Toten im Jahr 2005 weiter an, während das Durchschnittsalter der an einer Suchtgiftintoxikation verstorbenen Personen sinkt. Dies ist – vor allem in Zusammenschau mit anderen Daten – ein Indiz für mehr junge Menschen mit hochriskanten Konsummustern.
Gesundheitspolitische Reaktionen auf die Entwicklung der letzten Jahre hinsichtlich des Problemkonsums von jungen Menschen sind Maßnahmen der Früherkennung und Frühintervention. Sie haben an Bedeutung gewonnen, müssen aber weiter forciert werden. Die Drogenhilfe bemüht sich darum, das Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungsangebot noch spezifischer auf die Zielgruppen auszurichten bzw. neue zu erreichen. So gibt es eine Reihe von (neuen) Aktivitäten und Maßnahmen, die sich speziell an Frauen richten.
Der »Bericht zur Drogensituation« wird jährlich im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) und des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend (BMGFJ) erstellt. Er bietet einen Überblick über eine Vielzahl von Daten und Studien zu unterschiedlichen Aspekten dieses gesellschaftspolitisch bedeutsamen Themas. Weiters zeigt der Bericht auf, mit welchen – vor allem gesundheitspolitischen – Maßnahmen auf die Drogenproblematik in Österreich reagiert wird. Öffentliche Ausgaben, gefährdete Gruppen von Jugendlichen und drogenbezogene Forschung stellen die diesjährigen Schwerpunktthemen dar. Der Bericht dient auch als österreichischspezifischer Input für den jährlich von der EBDD erstellten »Europäischen Drogenbericht«.
Vergriffen
Neuerscheinung. Arzneimittelmanagement in Krankenanstalten in Europa. mehr
Transplant-Jahresbericht 2009. Der Jahresbericht des Koordinationsbüros für das Transplantationswesen dokumentiert das Transplantationsgeschehen in Österreich und berichtet über Maßnahmen zur Erhöhung des Spenderaufkommens.
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GÖG-Jahresbericht online. Der Jahresbericht 2009 der Gesundheit Österreich ist als PDF-Download verfügbar. mehr
