Der Bericht zur Drogensituation 2000 präsentiert neben der aktuellen Entwicklung auch die Schwerpunktthemen Drogenstrategien, Kokain/Crack und Infektionskrankheiten.
Die Zahl der Opiatkonsumentinnen und -konsumenten liegt in Österreich stabil bei etwa 15.000 bis 20.000 Personen. Der Mischkonsum verschiedenster Substanzen ist weiterhin weit verbreitet, wobei – zumindest in Wien – zusätzlich zu Heroin nunmehr Kokain und Morphintabletten an Bedeutung gewinnen. In »szenenahen« Einrichtungen der Drogenhilfe wird – im Einklang mit internationalen Entwicklungen – ein Rückgang von jugendlichen Einsteigern bei gleichzeitigem Anstieg von »älteren« Klienten verzeichnet.
Trotz teilweise riskanter Konsummuster ist bezüglich der gesundheitlichen Folgen generell eine stabile Situation festzustellen. Die Zahl der Drogentoten liegt für das Jahr 1999 mit 174 Fällen geringfügig über der Zahl für 1998 (162 Fälle) und damit deutlich unter den hohen Werten von Mitte der 1990er Jahre (1994: 250 Todesfälle). Die HIV-Rate ist mit unter fünf Prozent auch im europäischen Vergleich sehr niedrig. Hohe Werte finden sich hingegen weiterhin für Hepatitis B und C, worauf zunehmend auf gesundheitspolitischer Ebene mit der Diskussion und Umsetzung von Maßnahmenpaketen reagiert wird.
GÖG-Jahresbericht online. Der Jahresbericht 2010 der Gesundheit Österreich ist als PDF-Download verfügbar. mehr

