Ärzte und Ärztinnen

Bedarf und Ausbildungsstellen 2010 bis 2030

Die Gesundheit Österreich GmbH / Geschäftsbereich ÖBIG hat wiederholt Studien zur ärztlichen Versorgung in Österreich vorgelegt. Die nun vorliegende Studie wurde im Auftrag von BMG und BMWF in Kooperation mit der Österreichischen Ärztekammer für den Prognosezeitraum bis 2030 erstellt.

In die Abschätzung des künftigen Bedarfs an ärztlicher Versorgung in Österreich fließen sowohl patientenbezogene Faktoren, allen voran die demografische Entwicklung, als auch strukturelle Aspekte mit ein. Demnach wird der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten bis zum Jahr 2030 um rund 16 Prozent höher sein als im Jahr 2010.

Das künftige Angebot an Ärztinnen und Ärzten wird vor allem von den in den kommenden Jahren bevorstehenden Pensionierungen geprägt sein. Dem gegenüber stehen die insbesondere durch das Abwanderungsverhalten der Medizinstudentinnen und -studenten geprägten Absolventenprognosen sowie die Anzahl jener Ärztinnen und Ärzte, die – ausgehend von der Prämisse gleich bleibender Ausbildungskapazitäten – jährlich ihre postpromotionelle Ausbildung abschließen. Demnach werden im Jahr 2030 etwa gleich viele Ärztinnen und Ärzte wie heute zur Verfügung stehen, wobei die Zahlen in den nächsten Jahren noch leicht steigen, ab etwa 2020 aber rückläufig sein werden. 

Da zu den drei wesentlichen Prognosefaktoren Wahlarztbereich, Pensionsantrittsalter und Abwanderung keine validen Daten zur Verfügung stehen, wurden zwei Ergebnisvarianten modelliert, die im Sinne einer Bandbreite für die künftige Entwicklung interpretiert werden können und als Grundlage für die Ableitung gemeinsamer Empfehlungen durch die Auftraggeber dienen. 

Gemäß Prognosevariante 1 werden in den kommenden zwanzig Jahren noch ausreichend Ärztinnen und Ärzte in Österreich zur Verfügung stehen. Erst danach wird ein Ärztemangel prognostiziert, wobei die Schätzungen für das Jahr 2030 von einem ungedeckten Bedarf von rund 3.300 Ärztinnen und Ärzten ausgehen. Dabei zeigen sich zwischen den einzelnen Fachrichtungen allerdings große Unterschiede, und nicht in allen Bereichen ist ein Mangel absehbar.

In Prognosevariante 2 wird bereits viel früher eine Lücke zwischen Angebot und Bedarf erkennbar, wobei sich die Situation zwischen 2020 und 2025 am stärksten verschärfen wird. Für das Jahr 2030 wird ein ungedeckter Bedarf von fast 7.700 Ärztinnen und Ärzten prognostiziert.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass alle im Bericht getroffenen Aussagen nur als Schätzungen zu verstehen sind, die als Orientierungshilfe für die Weiterentwicklung der ärztlichen Versorgung in Österreich dienen können. Anpassungen der Studienergebnisse an die tatsächlichen Entwicklungen in den nächsten Jahren werden ebenso erforderlich sein wie gesonderte Analysen zur Berücksichtigung regionaler Problemlagen.

Auftraggeber: BMG, BMWF
Herausgeber: GÖG/ÖBIG
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2012
Umfang: 113 Seiten plus Anhang
Kostenersatz: Kostenlos
Bericht Downloaden, Größe: 1,14 MB

In Kooperation mit der Österreichischen Ärztekammer

Aktuelles & Veranstaltungen

Drogenbericht 2015. erschienen mehrmehr


GÖG-Jahresbericht online. Der Jahresbericht 2014 der Gesundheit Österreich ist als PDF-Download verfügbar. mehrmehr


Broschüre zum Gesundheitswesen. Neuauflage: Information zum österreichischen Gesundheitssystem. mehrmehr


Tagungsband zur 2. Dreiländertagung Betriebliche Gesundheitsförderung in Bregenz Gesunde neue Arbeitswelt?. erschienen mehrmehr


Epidemiologiebericht Drogen 2015. Neuerscheinung. mehrmehr


Bericht zur integrierten psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. erschienen mehrmehr



Aktuelles/Archivmehr
Veranstaltungen/Archivmehr