Gesundheit und Gesellschaft

Zahnstatuserhebungen

Die Koordinationsstelle Zahnstatus erhob im Zeitraum von 1996 bis 2005 alle Indexaltersgruppen zweimal (das sind die Sechsjährigen, die Zwölfjährigen, die 18-Jährigen, die 35- bis 44-Jährigen und die 65- bis 74-Jährigen) nach Methodik der Oral Health Surveys. Dies entspricht der Empfehlung der WHO, die Untersuchungen alle fünf Jahre zu wiederholen. Somit wird nicht nur der Gesundheitszustand beschrieben, sondern es können auch Veränderungen in der Mundgesundheit festgestellt bzw. bestehende Vorsorgeprogramme auf ihre Wirksamkeit geprüft werden.

Die Zahnstatuserhebungen 1996 bis 2005 zeigten, dass in Österreich die WHO-Ziele 2000 von allen Indexaltersgruppen weitgehend erfüllt wurden. Die  Wiederholungsuntersuchungen (2001 bis 2003) dokumentieren bei den Kindern (Sechsjährige) und Jugendlichen (Zwölfjährige und Achtzehnjährige) im Vergleich zu den Ersterhebungen eine deutliche Verbesserung der Mundgesundheit. Der Kariesbefall sank wesentlich und ist verbunden mit einer steigenden Anzahl kariesfreier Jugendlichen. Die internationale Vergleichsaltersgruppe der Zwölfjährigen erfüllte bereits im Jahr 2002 die WHO-Vorgabe für 2020. Im europäischen Vergleich erreichte Österreich bei den Kindern und Jugendlichen dasselbe niedrige Kariesprävalenzniveau der Caries-decline-Länder.

Die Ergebnisse der ÖBIG-Untersuchungen in den Indexaltersgruppen der 35- bis 44- Jährigen sowie der 65- bis 74- Jährigen zeigen, dass bei den Erwachsenen mittelfristig mit einem unveränderten altersabhängigen Anwachsen des Zahnverlustes gerechnet werden muss. Diese Situation präsentiert sich auch in allen anderen europäischen Industrieländern. Eine grundlegende Verbesserung der Mundgesundheit (drastisches Minimieren der Zahnverlustrate) könnte sich erst beim Heranwachsen jener jungen Generation ergeben, die bereits vom Babyalter an oralpräventive Erziehung erhalten hat.

2006 wurde mit einem neuen Zyklus an Zahnstatuserhebungen begonnen. In Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger können die Zahnstatuserhebungen bei Sechs- und Zwölfjährigen gemeinsam mit den Bundesländern in einer erhöhten Stichprobengröße durchgeführt werden, sodass Auswertungen auf Landes- und Versorgungsregionsebene möglich sind. Zusätzlich wird in allen Erhebungen der Jahre 2006 bis 2011 ein spezieller Fokus auf Gesundheitsunterschiede in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund gelegt.

Kontakt: Andrea Bodenwinkler

Zahnstatus 2001: Sechsjährige KinderZahnstatus 2001: Sechsjährige Kinder
Zahnstatus 2002: Zwölfjährige in ÖsterreichZahnstatus 2002: Zwölfjährige in Österreich
Zahnstatus 2003: AchtzehnjährigeZahnstatus 2003: Achtzehnjährige
Mundgesundheit und Lebensqualität in Österreich 2005Mundgesundheit und Lebensqualität in Österreich 2005
Zahnstatus 2006: Sechsjährige Kinder mit und ohne MigrationshintergrundZahnstatus 2006: Sechsjährige Kinder mit und ohne Migrationshintergrund
Zahnstatus 2007: Zwölfjährige mit und ohne Migrationshintergrund in ÖsterreichZahnstatus 2007: Zwölfjährige mit und ohne Migrationshintergrund in Österreich
Zahnstatus 2008: Mundgesundheit bei AchtzehnjährigenZahnstatus 2008: Mundgesundheit bei Achtzehnjährigen
Mundgesundheit und Lebensqualität in Österreich 2010Mundgesundheit und Lebensqualität in Österreich 2010
Zahnstatus 2011: Sechsjährige mit und ohne Migrationshintergrund in ÖsterreichZahnstatus 2011: Sechsjährige mit und ohne Migrationshintergrund in Österreich
Länder-Zahnstatuserhebung 2012: Zwölfjährige in Österreich (2014)Länder-Zahnstatuserhebung 2012: Zwölfjährige in Österreich (2014)

Aktuelles & Veranstaltungen

Endbericht Psychische Gesundheit Definitionen und Ableitung eines Wirkungsmodells. erschienen mehrmehr


Drogenbericht 2015. erschienen mehrmehr


SSPRList 8th European Conference on Psychotherapy Research. Second call for submissions (until February 14th, 2015) mehrmehr


Tagungsband zur Fachtagung Psychotherapieforschung . erschienen mehrmehr


Neu: Österreichischer Demenzbericht 2014. mehrmehr


Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Österreich. Bericht über Epidemiologie und Prävention. mehrmehr


Nationaler Aktionsplan seltene Erkrankungen, NAP.se. Soeben erschienen mehrmehr



Aktuelles/Archivmehr
Veranstaltungen/Archivmehr