Ergebnisqualität, Dokumentation und Berichterstattung

Stroke-Unit-Register

Seit dem Jahr 2003 werden an einer steigenden Zahl österreichischer Stroke-Units schlaganfallrelevante Daten in einem überregionalen Register dokumentiert. Das Register wurde vom ÖBIG gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfallforschung (ÖGSF) ins Leben gerufen und wird nun von der GÖG/BIQG geführt.

Jährlich ereignen sich österreichweit rund 25.000 Schlaganfälle. Einige Behandlungsmethoden sind nur innerhalb eines gewissen Zeitfensters möglich. Der Transport in eine spezialisierte Abteilung (Stroke-Unit) muss daher rasch erfolgen.

Die meisten Stroke-Units melden anonymisierte Behandlungsdaten an das Stroke-Unit-Register und erhalten die ausgewerteten Daten inkl. eines Benchmarkvergleichs retour. Ausgewertet werden Transportzeiten und andere spezifische Daten. Die Ergebnisse sollen zu optimierten Abläufen wie z. B. zu schnelleren Transporten ins Krankenhaus führen.

Ausgewählte Datenauswertungen

» 88,5 Prozent der Patientinnen und -patienten werden im Jahr 2013 direkt in ein Krankenhaus mit Stroke-Unit eingeliefert, während 11,5 Prozent über ein anderes Krankenhaus kommen. In den letzten Jahren steigt der Anteil an direkten Aufnahmen stetig, was auf Verbesserungen im Schnittstellenmanagement von Rettungswesen und Krankenanstalten hinweist.

» Beinahe 80 Prozent der Patientinnen/Patienten transportiert die Rettung ins Krankenhaus. Dabei zeigt sich, dass der Anteil der Rettungstransporte mit Notärztin/-arzt in den letzten beiden Jahren deutlich zurückgeht, d. h., auf die notärztliche Begleitung wird immer häufiger verzichtet.

» Für die Lyse-Rate für jene Patientinnen/Patienten, die die lyserelevanten Kriterien (Alter, Zeitspanne Ereignis bis Lyse) erfüllen, zeigt sich auch für 2013 ein positiver Trend; die Lyse-Rate für diese Patientengruppe liegt im Österreich-Schnitt bei rund 62,6 Prozent.

Kontakt: Alexander Gollmer

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