Das Thema soziale Benachteiligung und Gesundheit hat sowohl in Österreich als auch auf EU-Ebene (Schlagwort: »Health Inequalities«) in den letzten Jahren deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Besondere Bedeutung hat es im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention, wo erhöhter Bedarf (z. B. besondere gesundheitliche Belastungen aufgrund von Lebenssituation, Übergewicht, schlechter Zahngesundheit, Sucht) Mängeln bei der Erreichbarkeit und Effektivität gegenübersteht.
Vertiefende Studien zu Armut und Gesundheit sowie zu armutsbedrohten Frauen wurden in den letzten Jahren im Sinne einer Querschnittsthematik ergänzt um die Berücksichtigung der sozialen und gesundheitlichen Benachteiligung bei verschiedensten Projekten (z. B. Vorsorgekonzept; HTA-Bericht zu Adipositasprävention, Zahnstatuserhebungen).
In Zukunft soll der steigenden Relevanz dieses Themas Rechnung getragen werden durch vertiefendes Befassen mit den Zusammenhängen zwischen sozialen bzw. sozioökonomischen Benachteiligungen und Gesundheit sowie mit dem Erarbeiten zielgruppenspezifischer Gesundheitsförderungs- und Präventionsstrategien. Aktuell ist die GÖG auch am EU-Projekt
»Crossing Bridges« beteiligt, das sich mit Strategien von
Health in All Policies zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten befasst.
Kontakt: Sabine Haas
Prävention von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen (2009)
Gesundheit und Erkrankungsrisiko (2003)
Frauen und Gesundheitseinrichtungen (2002)
Soziale Ungleichheit und Gesundheit (2002)
Nutzung von Gesundheitsleistungen sozial schwächerer Gruppen (1999)
Neuerscheinung: Drogenbericht 2011. Der jährliche »Bericht zur Drogensituation« ist ab sofort online zugänglich. mehr
Frühwarnsystem. Die aktuellen Warnungen des europäischen und des österreichischen Drogen-Frühwarnsystems sind online verfügbar. mehr
Fachtagung Zahnstatus. 21. 11. 2011, Wien. mehr

