Qualitätsentwicklung und Umsetzung

Qualitätsstrategie

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Länder, der Sozialversicherung und des Bundes haben wir eine österreichische Strategie entwickelt, an der sich alle zukünftigen Qualitätsarbeiten zur Gesundheitsversorgung orientieren sollen (Beschluss der Bundesgesundheitskommission vom 25. Juni 2010).

Diese Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2010)Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2010) versteht sich als Handlungsmaxime, die regelmäßig auf ihre Gültigkeit, Anwendbarkeit und Umsetzung überprüft und nach Bedarf angepasst werden soll. Gemeinsam formulierte und einvernehmlich getragene Ziele werden Entscheidungsträger wie Gesundheitsdienstleister betreffen. Qualitätsmanagement soll den Prozess einer Verbesserung des österreichischen Gesundheits- und Krankenversorgungswesens bestimmen und begleiten.

Wir haben ein Priorisierungsverfahren entwickelt, mit dessen Hilfe festgelegt wurde, welche Themen im Bereich der Qualität vorrangig zu bearbeiten sind. Maßgeblich dabei waren die Prinzipien Patientenorientierung, Patientensicherheit, Gleichbehandlung, Effektivität und Effizienz.

Am 23. März 2012 wurden die ersten operativen Ziele der österreichischen Qualitätsstrategie von der Bundesgesundheitskommission verabschiedet (Operative Ziele zur Umsetzung der Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2012)Operative Ziele zur Umsetzung der Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2012)). Unter Beachtung epidemiologischer Grundlagen und demografischer Entwicklungen soll zunächst eine nationale Qualitätsberichterstattung aufgebaut werden. Sie soll die breite Öffentlichkeit informieren und zu mehr Transparenz und Vertrauen in das österreichische Gesundheitssystem beitragen. Dazu wurden einander ergänzende Zielbereiche definiert:

»Themenqualitätsberichte« sollen in regelmäßigen Abständen aktuelle Herausforderungen in allen Sektoren des Gesundheitswesens darstellen und Handlungsfelder aufzeigen. Die »Berichterstattung über Qualitätssysteme« wird sich zunächst mit Akutspitälern und Rehabilitationseinrichtungen befassen, soll langfristig auch auf den extramuralen Bereich ausgedehnt werden. Bundesweit einheitliche Indikatoren zur kontinuierlichen Messung der Ergebnisqualität werden entwickelt, analysiert und veröffentlicht werden. Die Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit den Versorgungsprozessen und insbesondere mit den Kommunikations- und Betreuungsprozessen an den Schnittstellen sollen regelmäßig erhoben, analysiert und publiziert werden. Patientensicherheit wird im österreichischen Gesundheitswesen gemäß internationaler Standards weiterentwickelt.

Partizipatives und kooperatives Vorgehen beim Entwickeln und Umsetzen der Qualitätsstrategie soll deren nachhaltige Wirkung sichern. Auf diese Weise kann sich das Gesundheitswesen zu einem lernenden System entwickeln: Entscheidungen werden aufgrund rationaler, evidenzbasierter Überlegungen getroffen, Anreize haben Vorrang vor Sanktionen, und beim Erbringen von Gesundheitsdienstleistungen wird ein berufsgruppen- und sektorenübergreifender Ansatz unterstützt. Größtmögliche Transparenz befördert die kontinuierliche Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität im österreichischen Gesundheitswesen.

Kontakt: Eva-Maria Kernstock

Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2010)Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2010)
Operative Ziele zur Umsetzung der Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2012)Operative Ziele zur Umsetzung der Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen (2012)

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