Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Länder, der Sozialversicherung und des Bundes haben wir eine österreichische Strategie entwickelt, an der sich alle zukünftigen Qualitätsarbeiten zur Gesundheitsversorgung orientieren sollen (Beschluss der Bundesgesundheitskommission vom 25. Juni 2010).
Diese Qualitätsstrategie versteht sich als Handlungsmaxime, die regelmäßig auf ihre Gültigkeit, Anwendbarkeit und Umsetzung überprüft und nach Bedarf angepasst werden soll. Gemeinsam formulierte und einvernehmlich getragene Ziele werden Entscheidungsträger wie Gesundheitsdienstleister betreffen. Qualitätsmanagement soll den Prozess einer Verbesserung des österreichischen Gesundheits- und Krankenversorgungswesens bestimmen und begleiten.
Derzeit entwickeln wir ein Priorisierungsverfahren, mit dessen Hilfe festgelegt werden wird, welche Themen im Bereich der Qualität vorrangig zu bearbeiten sind. Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien Patientenorientierung, Patientensicherheit, Gleichbehandlung, Effektivität und Effizienz. Wir beachten epidemiologische Grundlagen und berücksichtigen demografische Entwicklungen.
Partizipatives und kooperatives Vorgehen beim Entwickeln und Umsetzen der Qualitätsstrategie soll deren nachhaltige Wirkung sichern. Auf diese Weise kann sich das Gesundheitswesen zu einem lernenden System entwickeln: Entscheidungen werden aufgrund rationaler, evidenzbasierter Überlegungen getroffen, Anreize haben Vorrang vor Sanktionen, und beim Erbringen von Gesundheitsdienstleistungen wird ein berufsgruppen- und sektorenübergreifender Ansatz unterstützt. Größtmögliche Transparenz befördert die kontinuierliche Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität im österreichischen Gesundheitswesen.
Qualität für Behandelte und Behandler. ÖGU-Jahrestagung: 6. bis 8. 10. 2011 in Salzburg, Registrierung online. mehr
BIQG: Start des CIRS-Projekts. Im November begann der Test eines österreichweiten Fehlerberichts- und Lernsystems (Pilotphase: ein Jahr). mehr

