Dem Auftrag gemäß sind wir bestrebt, die Abläufe der integrierten Gesundheits- und Krankenversorgung für die Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten auf einem qualitativ hohen Niveau zu unterstützen und sicherzustellen. Dazu erarbeitet ein interdisziplinäres Team Grundlagen und Standards zu Prozess- und Strukturqualität im Gesundheitswesen und betreibt die kontinuierliche Weiterentwicklung von evidenzbasierten Standards und Qualitätskriterien. Diese sind dann bundesweit und alle Bereiche umfassend – von der Behandlung bei der niedergelassenen Ärztin bis zur Betreuung im Krankenhaus – verbindlich umzusetzen. Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, die drei Dimensionen von Qualität nach Avedis Donabedian, sind Basis eines Regelkreises, der stetige Verbesserung ermöglicht.
Wichtig ist uns, den Schwerpunkt auf patientenorientierte Versorgungsabläufe zu legen und nicht nur Ausstattungs-, Personal-, Material- und Gerätefragen in den Standards zu berücksichtigen. Die methodisch korrekt entwickelten Standards sollen in die tägliche Arbeit aller im Gesundheitswesen tätigen Expertinnen und Experten einfließen. Daher binden wir die Mitarbeiter/innen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesen in unsere Projekte mit ein, z. B. Ärztinnen und Ärzte aus den niedergelassenen Praxen, Vertreter/innen aus den Krankenhäusern und aus verschiedenen Berufsgruppen. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Patientenzufriedenheit und Patientensicherheit; Patientenvertreter/innen unterstützen uns als Partner.
Wir befassen uns mit dem Aufbau eines Anerkennungsverfahrens für Qualitätsarbeiten und mit einem Messverfahren zum Monitoring der Versorgungsqualität. Entwickelt wird außerdem ein Förder- und Anreizsystem, um die Leistungserbringer bei einer einheitlichen und vergleichbaren Gesundheitsversorgung in Österreich zu unterstützen.
Internationale Erfahrungen, Innovationen und Trends sollen sinnvoll genützt werden; Kooperationen werden vom BIQG-Team aufgebaut, etwa mit den deutschen Qualitätsinstituten (IQWiG, ÄZQ, BQS), dem Internationalen Netzwerk für Leitlinien (G-I-N) und der Internationalen Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (ISQua).
Um eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen, werden die gemeinsam mit Expertinnen und Experten erarbeiteten Ergebnisse zu diesem Thema in der Praxis umgesetzt, laufend gemessen und bewertet. Daraus resultierend empfehlen wir Maßnahmen zur weiteren Qualitätsverbesserung, Steuerung und Planung der Versorgung.
Kontakt: Eva-Maria Kernstock
»The Guidelines International Network (G-I-N) is an international not-for-profit association of organisations and individuals involved in clinical practice guidelines. G-I-N seeks to improve the quality of health care by promoting systematic development of clinical practice guidelines and their application into practice, through supporting international collaboration. G-I-N’s Guideline Library contains regularly-updated information about guidelines of the G-I-N membership.«
Bundesqualitätsleitlinie Präoperative Diagnostik. Gemeinsam mit Report veröffentlicht. mehr

