Österreichweit einheitliche, sektorenübergreifende Patientenzufriedenheitsbefragung
Patientinnen und Patienten erhalten die Möglichkeit, über eine schriftliche Befragung ihre Erfahrungen mit einer Gesundheitseinrichtung bzw. mit den Versorgungsübergängen zwischen den verschiedensten Einrichtungen kritisch mitzuteilen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Naht- und Schnittstellen; so werden die Patientinnen und Patienten z. B. zur Kommunikation zwischen den Gesundheitseinrichtungen und über ihre Weiterversorgung befragt.
Patientinnen und Patienten bekommen Defizite über Sektorengrenzen hinweg unmittelbar zu spüren und sind damit wichtige Informationsträger, die einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des Gesundheitswesens leisten können.
Im Rahmen des Projekts zur österreichweit einheitlichen, sektorenübergreifenden Patientenzufriedenheits-Befragung wird für jeden Gesundheitsversorgungsbereich ein Patientenzufriedenheits-Fragebogen entwickelt, der jeweils aus Basisfragen und aus speziellen Fragen für den Versorgungsbereich bestehen wird. Die Basisfragen werden für alle Gesundheitsversorgungsbereiche einheitlich gestaltet; dies ermöglicht die Auswertung über alle Bereiche hinweg. Die speziellen Fragen werden versorgungsbereichsbezogen ausgewertet.
Die Komplexität des Unterfangens erfordert eine schrittweise Entwicklung: Zur Befragung werden derzeit die basis- und versorgungsbereichsspezifischen Fragen ausgearbeitet. Im Herbst 2009 findet ein Pre-Test für den Krankenhausfragebogen in ausgewählten Krankenanstalten statt (basis- und bereichsbezogen). Die Basisfragen werden auch in weiteren Gesundheitsversorgungsbereichen wie z. B. in Reha-Zentren, bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten etc. getestet. Ab Frühling 2010 wird der validierte Fragebogen allen österreichischen Krankenanstalten zur Verfügung stehen. In den anderen Bereichen wird die Patientenbefragung mit validierten Instrumenten ab Ende 2010 möglich sein.
Langfristig sollen Befragungen in allen Gesundheitsversorgungsbereichen durchgeführt werden und ein kontinuierlicher Austausch der teilnehmenden Institutionen stattfinden.
Kontakt: Martina Lerchner
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