Der Kindergarten stellt einen Ort dar, an dem ein wesentlicher Teil der kindlichen Sozialisation stattfindet, und bietet eine Chance, Wohlbefinden und seelische Gesundheit von Kindern bereits in einer frühen Entwicklungsphase zu unterstützen und präventiv gegen Ängste, Aggressivität, kommunikative Störungen oder Konzentrationsprobleme zu wirken.
Besondere Bedeutung kommt dabei sozial benachteiligten Kindern zu. Auch das seelische Wohlbefinden der Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Einbindung der Eltern stellen eine Herausforderung in diesem Setting dar.
Die Schule wird als ein zentrales Interventionsfeld der Gesundheitsförderung gesehen. Über das Setting Schule kann ein großer Teil der Bevölkerung über viele Jahre hinweg erreicht werden. Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit werden bereits im frühen Kindesalter erworben, und auch wenn »Peer-Gruppen« im Jugendalter einen starken Einfluss haben, bietet das Setting Schule gute Kommunikationsmöglichkeiten und ein geschütztes Lernumfeld, in dem neue Fähigkeiten gelernt und praktiziert werden können.
Schulerfahrungen beeinflussen die Entwicklung des Selbstwertgefühls und der Gesundheit. Schulische Gesundheitsförderung kann auch dazu beitragen, die Folgen ungleicher sozialer Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen, sofern die Interventionen zielgerichtet die Bedürfnisse und Probleme jener Zielgruppen berücksichtigen, deren Gesundheitschancen relativ schlechter sind als die des Durchschnitts.
Der Fonds Gesundes Österreich sieht seine Aufgabe im Setting Schule insbesondere in der Unterstützung und im weiteren Ausbau von vorhandenen Kapazitäten. Er möchte zum Auf- und Ausbau von Qualifikationen, von regionalen Netzwerkstrukturen, Partnerschaften und Kooperationen beitragen.
Kontakt: Petra Gajar