Projektförderung und -entwicklung für Gesundheitsförderung

Herz-Kreislauf-Gesundheit

Kardiovaskuläre Erkrankungen zählen zu den wichtigsten chronischen Krankheiten und stellen die führenden Todesursachen in den Industrieländern dar.  2005 wurden in Österreich 43,4 Prozent der Sterbefälle durch Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems verursacht.

Ein Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wäre durch entsprechende Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen verhinderbar, sind doch die Determinanten kardiovaskulärer Erkrankungen im Wesentlichen durch drei wichtige Lebensstilfaktoren bedingt: nicht optimale Ernährungsweise, zu wenig Bewegung und Rauchen, die wiederum zu einem erhöhten Serumcholesterin-Spiegel, Bluthochdruck und zu Übergewicht führen. Als weitere Risikofaktoren sind übermäßiger Alkoholkonsum, Diabetes mellitus Typ 2 und Stress sowie genetisch und unabänderliche Risikofaktoren (Alter, familiäre Belastung und Geschlecht) für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mitverantwortlich.

Im Auftrag des Fonds Gesundes Österreich wurde 2007 ein Grundlagenkonzept zu Interventionen der Herz-Kreislauf-Gesundheit in Österreich erstellt. Dieses stellt die Aufgaben sowie mehrjährige nationale und internationale Programme zur Thematik dar. Im Zuge von intensiven Recherchen wurden die Ergebnisse einiger internationaler wissenschaftlich begleiteter und publizierter Programme der Herz-Kreislauf-Gesundheit beschrieben und interpretiert. Die Stärken und Schwächen einzelner Programme wurden einander gegenübergestellt, und es wurden Strategievorschläge im Hinblick auf die Vorbeugung bei einzelnen Zielgruppen unter besonderer Berücksichtigung von Gender und sozialer Benachteiligung entwickelt.

Dieses Grundlagenkonzept soll potenziellen Projektbetreiberinnen und -betreibern Anregungen und Unterstützung geben, damit umfassende settingorientierte Projekte mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit erfolgreich umgesetzt werden können. Der Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit folgt dem State of the art – insbesondere auch was die (ungleichen) Bedingungen von Gesundheit betrifft. Um eine möglichst große Wirkung bei sozial benachteiligten Zielgruppen zu erreichen, soll die Leitlinie des gesamten Programms auf diese Aufgabe abgestimmt werden.

Kontakt: Rita Kichler, Verena Zeuschner

download  Grundlagenkonzept zum Thema Herz-Kreislauf-Gesundheit