Gesundheitsberufe

Evaluierung Gesundheits- und Krankenpflegegesetz

Derzeit wird im Auftrag des Gesundheitsressorts an der Evaluierung der im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (1997) geregelten Ausbildungsbereiche gearbeitet. Den Schwerpunkt bilden sollen dabei die Sonderaus- und Weiterbildungen unter Berücksichtigung von Aus- und Fortbildungen der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe (gehobener Dienst und Pflegehilfe).

Ziel der Evaluierung ist eine systematische und fundierte Bewertung der Ausbildungsbereiche zur Optimierung der Sonderaus- und Weiterbildungen unter Berücksichtigung von Aus- und Fortbildungen und damit ggf. auch der Berufsbilder, der Aufgaben und Tätigkeitsbereiche sowie der qualitätssicherenden Bestimungen im GuKG. Dazu sollen im Bericht möglichst exakt und konsensfähig die aus der Evaluierung abgeleiteten Alternativen dargestellt werden. Diese Alternativen sollen bedarfs- und zukunftsorientiert, fachlich schlüssig, versorgungs- und patientengerecht sowie qualitätssichernd sein und den Rahmenvorgaben der Europäischen Union entsprechen.

Die Evaluierung wird in folgenden Arbeitspaketen organisiert und durchgeführt:

  • Kontext- und Bedarfsanalyse (Metastudie): Der Kontext umfasst einerseits den Bedarf an Pflege und Betreuung in der Gesellschaft und andererseits die bildungspolitische Dynamik mit den entsprechenden Auswirkungen auf berufliche Bildung und Zusammensetzung der beruflichen Landschaft im Gesundheits- und Sozialwesen in Österreich. 
  • Passung der Ausbildungsbereiche zum gesellschaftlichen Bedarf und Kontext: In diesem Arbeitspaket wird überprüft und beurteilt, ob die Ausbildungslandschaft im Gesundheits- und Krankenpflegebereich (Schwerpunkt Sonderaus- und Weiterbildungen) mit ihrem derzeitigen Outcome und Output in der Lage ist, den gegenwärtigen und vor allem den zukünftigen Pflegebedarf zu decken.
  • Analyse der Qualitätssicherung durch die Rechtsgrundlagen (GuKG 1997 und Aus- bzw. Weiterbildungsverordnungen): Die Praxistauglichkeit von qualitätssichernden Bestimmungen im Kontext anderer Instrumente und Methoden der Qualitätsarbeit bzw. des Qualitätsmanagement soll untersucht bzw. hinterfragt werden. Grundfrage dabei ist, ob die im GuKG und in den Verordnungen vorgesehenen Regelprinzipien die Qualität der Ausbildungen und der beruflichen Tätigkeit wirklich sichern. 
  • Vorbereiten eines Konsenses zu einem definierten Soll-Zustand: Auf Basis der Ergebnisse der Arbeitspakete 1, 2 und 3 wird ein idealtypischer Soll-Zustand für die Ausbildungsbereiche (mit Schwerpunkt Sonderaus- und Weiterbildungen unter Berücksichtigung der Aus- und Fortbildung) der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe nach den in diesem Zusammenhang relevanten Bestimmungen des GuKG erarbeitet. Dieser Soll-Zustand wird Expertinnen und Experten sowie relevanten Stakeholdern im Rahmen einer Konsensuskonferenz zur Diskussion gestellt und konsensual abgerundet.

Die Evaluierungsergebnisse sollen als Entscheidungsgrundlage für weitere Reformmaßnahmen in der Gesundheits- und Krankenpflege und zur Entwicklung eines Gesamtkonzeptes Pflege dienen.

Kontakt: Ingrid Rottenhofer

Aktuelles & Veranstaltungen

Neu: Broschüre. Kostenlose Information zum österreichischen Gesundheitssystem. mehrmehr


Gesundheitsberufe in Arbeit. Derzeit werden folgende Berufe bearbeitet: Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, gehobene medizinisch-technische Dienste (MTD), Hebammen, Medizinische Masseurinnen/Masseure und Heilmasseurinnen/-masseure sowie Dentalhygieniker/in. mehrmehr


»Fakten, Daten, Kennzahlen aus der Gesundheits- und Krankenpflege«. Ankündigung der Fachtagung am 28. September 2010 im Bundesministerium für Gesundheit. mehrmehr


Arbeitshilfe Pflegedokumentation. Abschlussveranstaltung am 26. Mai 2010 im Hotel Ibis Wien Mariahilf. mehrmehr


Curricula Kinder- und Jugendlichenpflege. Im Auftrag des Gesundheitsressorts wurden Curricula für die spezielle Grundausbildung sowie für die Sonderausbildung in Kinder- und Jugendlichenpflege publiziert. mehrmehr


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