Ergebnisqualität, Dokumentation und Berichterstattung

Evaluierung Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Das systematische und qualitätsgesicherte österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm auf Basis europäischer Leitlinien startete im Jänner 2014 mit dem Versand der ersten Einladungen an die Zielgruppe. Als wissenschaftliche Grundlage für das Programm wurde von der GÖG in den Jahren 2009 bis 2011 ein Qualitätsstandard gemäß Gesundheitsqualitätsgesetz erarbeitet (Qualitätsstandard zum Programm Brustkrebs-Früherkennung (2012)Qualitätsstandard zum Programm Brustkrebs-Früherkennung (2012)). Im Rahmen der Umsetzung des nationalen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms ist die GÖG für die Evaluierung verantwortlich.

Früherkennungsmaßnahmen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie an einer augenscheinlich gesunden Population durchgeführt werden. Als Ziele definiert sind die Früherkennung von Karzinomen in einem nicht-invasiven bzw. metastasefreien Stadium und dadurch verbesserte Heilungschancen sowie eine dadurch begründete mittel- bis langfristige Abnahme der Mortalität durch Brustkrebs. Es können jedoch unerwünschte Nebeneffekte wie Überdiagnostik, Übertherapie oder Fehlbefundungen auftreten, die im Sinne der Darstellung einer Nutzen-Schaden-Bilanz ebenso wie die Erreichung der Ziele im Zuge einer Programmevaluierung gemessen werden.

Die Basis der Evaluierung bildet eine umfangreiche und sektorenübergreifende Dokumentation aller Schritte innerhalb des Programms, von der Screeninguntersuchung über die Abklärung auffälliger Befunde bis zur pathologischen Befundung von entnommenen Gewebeproben sowie der Tumorcharakteristika. Die notwendigen Datenfelder und die daraus zu berechnenden Evaluierungs-Indikatoren basieren teilweise auf Vorgaben europäischer Leitlinien und wurden im Sinne eines gemeinsamen inhaltlichen Verständnisses mit den betreffenden Fachgruppen der österreichischen Ärztekammer, den wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie mit allen weiteren an der Evaluierung beteiligten Organisationen abgestimmt.

Weitere Schwerpunkte der Evaluierung widmen sich der Informationsqualität für eine informierte Teilnahmeentscheidung, Veränderungen bzw. Verbesserungen in der Früherkennungs-Inanspruchnahme sowie diversen internationalen Kooperationen.

Kontakt: Alexander Gollmer

Nähere Informationen zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm finden Sie unter folgenden Links:
link extern http://www.frueh-erkennen.at/
link extern BMG-Site

Qualitätsstandard zum Programm Brustkrebs-Früherkennung (2012)Qualitätsstandard zum Programm Brustkrebs-Früherkennung (2012)

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