Im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sollen die Themen gesundheitsgerechter Führungsstil, psychosoziale Gesundheit am Arbeitsplatz / (Work) Life Balance, alter(n)sgerechte Arbeits-/Karrieregestaltung und betriebliche Gesundheitsförderung in der Berufsausbildung vorrangig sein.
Seit dem Jahr 2008 werden Aktivitäten und Projekte zur besseren Etablierung dieser Themen in der BGF in Österreich explizit unterstützt. Besonders zu berücksichtigende Zielgruppen werden – neben Menschen am Arbeitsplatz allgemein – besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Führungskräfte und Menschen in Ausbildung bzw. Lehrlinge sein.
Führungskräfte sollen sowohl als Entscheidungsträger/innen für betriebliche Gesundheitsförderung als auch – aufgrund ihrer Funktion im Arbeitsalltag – als wesentliche Gesundheitsdeterminanten auf betrieblicher Ebene berücksichtigt werden. Führungskräften kommt in Zukunft in Verbindung mit dem steigenden Anspruch an »gesundes Führen« eine wesentliche Funktion im Hinblick auf die Mitarbeiter/innen-Gesundheit ebenso wie auf die Schaffung und Gestaltung bzw. auf den Erhalt gesundheitsförderlicher Arbeitsabläufe, Arbeitsumfelder und betrieblicher Bedingungen zu.
Darüber hinaus ist diese Subzielgruppe unter den Erwerbstätigen selbst oftmals hoch belastet, weshalb es in Zukunft danach zu trachten gilt, dass auch diesem Aspekt vermehrt Beachtung geschenkt wird. Dazu soll das bereits bestehende Ausbildungsangebot für innerbetriebliche Akteure um entsprechende Module einer Ausbildungsschiene unter dem Arbeitstitel »Gesundheitsgerechter Führungsstil / Gesundes Führen« erweitert werden.
Menschen in Vorbereitung auf das Berufsleben durch höhere berufsbildende Schulen (HAK, HTL, HTBLA etc.) und Lehrlinge sollen in Zukunft einerseits bereits in ihrer Berufsausbildung bzw. -vorbereitung mit Theorie und Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung als wichtigem Bestandteil eines gesunden und erfüllenden Arbeitslebens bekannt gemacht werden, um diese dann selbst in der Arbeitswelt mittragen zu können. Andererseits sollen diese Menschen auch verstärkt als Zielgruppe im Fokus der angewandten BGF stehen und bereits während der Berufsausbildung in den Genuss von Wirkungen betrieblicher Gesundheitsförderung und von Sensibilisierung dafür gelangen.
Kontakt: Klaus Ropin