Transplantation & Transfusion

Ablauf Spende – TX

Die Spenderkrankenanstalten pflegen den potenziellen Organspender, prüfen das Vorliegen eines Widerspruchs gegen eine Organspende und führen alle notwendigen Untersuchungen (Hirntoddiagnostik, Blutuntersuchungen, HLA-Bestimmung etc.) im Vorfeld einer allfälligen Organentnahme durch.

Vor einer Organentnahme muss eine eindeutige und zweifelsfreie
TodesfeststellungTodesfeststellung erfolgen.

Ist der Hirntod nachgewiesen, wird der Organspender an das jeweils zuständige Koordinationszentrum gemeldet. Dieses ist zumeist im zuständigen Transplantationszentrum angesiedelt. Im Koordinationszentrum unterstützt ein Transplantationskoordinator die Spenderkrankenanstalten in allen organisatorischen Belangen, bereitet die Gewebetypisierung und Organentnahme vor und meldet die Organspende an Eurotransplant in Leiden (Niederlande).

Die Ermittlung des Empfängers erfolgt durch Eurotransplant mittels eines EDV-Punktesystems, das folgende Aspekte berücksichtigt: die Dringlichkeit der Transplantation, die medizinische Eignung des Organs für den Empfänger (hier gibt es je nach Organ unterschiedliche Anforderungen), die Reihung auf der Warteliste, die regionale Nähe (Transportzeiten) und das Herkunftsland des Spenders. Da dem Faktor des Organ-Herkunftslandes seit je großes Gewicht zukommt, profitieren österreichische Patientinnen und Patienten auf der Warteliste unmittelbar von der Meldung von Organspendern in Österreich.

Nach Ermittlung des Empfängers durch Eurotransplant wird das zuständige Transplantationszentrum informiert, das den Patienten einberuft und die Transplantation vorbereitet. Patienten auf der Warteliste sind in der Regel mit einem »Piepser« ausgestattet und auf diese Weise rund um die Uhr erreichbar.

Parallel dazu führt ein chirurgisches Entnahmeteam die Organentnahme in der Spenderkrankenanstalt durch und bringt das Organ in einem speziellen Transportbehälter ins Transplantationszentrum. Da die Qualität des Spenderorgans und somit dessen Überlebensdauer vom Zeitraum zwischen Organentnahme und Transplantation abhängt, ist es wichtig, beim Transport keine Zeit zu verlieren.

Aktuelles & Veranstaltungen

Organspende – Das Gespräch mit den Angehörigen. Das Kommunikationsseminar wendet sich an Ärzte und Pflegepersonal und an Klinische Psychologen, die die Kommunikation mit den Angehörigen eines potenziellen Organspenders optimieren wollen (23./24.3.2012, Mieming/T, Modul 2). mehrmehr


Transplant-Jahresbericht 2010. ÖBIG-Transplant dokumentiert das TX-Geschehen in Österreich und berichtet über Maßnahmen zur Erhöhung des Spenderaufkommens. mehrmehr



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